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Madagaskar: Pest-Ausbruch (5. Update)

Meldung vom: 10.11.2017

Die WHO unterstützt weiterhin das Ministerium für öffentliche Gesundheit und andere nationale Behörden in Madagaskar, um den Ausbruch der Pest zu überwachen und entsprechend darauf zu reagieren. Seit Mitte Oktober 2017 ist die Gesamtinzidenz der Erkrankung und die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Pestinfektion landesweit in Krankenhäuser eingewiesen wurden, rückläufig. Vom 7. bis 8. November 2017 wurden keine neuen Verdachtsfälle von Lungenpest und keine neuen Todesfälle in Madagaskar gemeldet. Insgesamt sind 14 der 22 (64%) Regionen in Madagaskar betroffen. Die Region "Analamanga" war mit 71% aller Pest-Fälle am stärksten betroffen.

 Karte von Madagaskar mit den Pestgebieten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vom 1.August bis 8.November 2017 insgesamt 2.034 Pest-Fälle in Madagaskar registriert (bestätigte, wahrscheinliche und vermutete Pest-Fälle):

Von diesen Verdachtsfällen sind bislang ca. 25% bestätigte Pestfälle. Etwa 8% der Verdachtsfälle sind gestorben (165 Pest-Tote).

Insgesamt gab es mehr als 1.565 Fälle (77%) von Lungenpest (die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann), 297 Fälle (15%) von Beulenpest (die durch Flohbisse verbreitet wird) und eine Infektion des Blutkreislaufes. Die übrigen 171 Pest-Fälle können bislang noch nicht zugeordnet werden. Seit Beginn des Ausbruchs sind auch 82 Beschäftigte im Gesundheitswesen von der Pest betroffen (bislang ohne Todesfälle).

Etwa 95% (6.866) der 7.122 bisher identifizierten Kontakte haben ihre 7-tägige Nachbeobachtung sowie eine prophylaktische Antibiotikatherapie abgeschlossen. Nur elf Kontakte entwickelten sich zu Verdachtsfällen. Am 8. November 2017 wurden 316 von 343 (92%) Kontakten im Follow-up erreicht und mit prophylaktischen Antibiotika versorgt.

Obwohl die Beulenpest fast jedes Jahr in Madagaskar auftritt, kam es dieses Jahr in weiten Teilen Madagaskars zum Ausbruch der Pest.

 

>> Quelle: WHO AFRO Situation Report vom 09 November 2017

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