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Madagaskar: Erneut Pest-Fälle (5. Update)

Meldung vom: 14.11.2017

Seit Mitte Oktober 2017 ist die Gesamtinzidenz der Erkrankung und die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Pestinfektion landesweit in Krankenhäuser eingewiesen wurden, rückläufig.

Vom 7. bis 10. November 2017 wurden jedoch erneut 86 neuen Pestfälle (bestätigte, wahrscheinliche und Verdachts-Fälle) in Madagaskar gemeldet. Insgesamt sind 55 der 114 (48%) Distrikte in Madagaskar betroffen. Die Region "Analamanga" war mit 72% aller Pest-Fälle am stärksten betroffen.

 Karte von Madagaskar mit den Pestgebieten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vom 1.August bis 10.November 2017 insgesamt 2.119 Pest-Fälle in Madagaskar registriert (bestätigte, wahrscheinliche und vermutete Pest-Fälle):

Von diesen Verdachtsfällen sind bislang ca. 25% bestätigte Pestfälle. Etwa 8% der Verdachtsfälle sind gestorben (171 Pest-Tote).

Insgesamt gab es mehr als 1.618 Fälle (76%) von Lungenpest (die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann), 324 Fälle (15%) von Beulenpest (die durch Flohbisse verbreitet wird) und eine Infektion des Blutkreislaufes. Die übrigen 176 Pest-Fälle können bislang noch nicht zugeordnet werden. Seit Beginn des Ausbruchs sind auch 82 Beschäftigte im Gesundheitswesen von der Pest betroffen (bislang ohne Todesfälle).

Etwa 95% (6.866) der 7.122 bisher identifizierten Kontakte haben ihre 7-tägige Nachbeobachtung sowie eine prophylaktische Antibiotikatherapie abgeschlossen. Nur elf Kontakte entwickelten sich zu Verdachtsfällen. Am 8. November 2017 wurden 316 von 343 (92%) Kontakten im Follow-up erreicht und mit prophylaktischen Antibiotika versorgt.

Obwohl die Beulenpest fast jedes Jahr in Madagaskar auftritt, kam es dieses Jahr in weiten Teilen Madagaskars zum Ausbruch der Pest.

Die WHO unterstützt weiterhin das Ministerium für öffentliche Gesundheit und andere nationale Behörden in Madagaskar, um den Ausbruch der Pest zu überwachen und entsprechend darauf zu reagieren.

 

>> Quelle: WHO AFRO Situation Report vom 14 November 2017

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