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Madagaskar: Pest-Ausbruch (4. Update)

Meldung vom: 31.10.2017

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vom 23.August bis 27.Oktober 2017 insgesamt 1.554 Pest-Verdachtsfälle in Madagaskar gemeldet:

Von diesen Verdachtsfällen sind bislang ca. 25% bestätigte Pestfälle. Etwa 8% der Verdachtsfälle sind gestorben.

Da die Gesundheitsbehörden keine möglichen Pest-Fälle verpassen wollen, werden aktuell viele Atemwegserkrankungen zunächst als Pest klassifiziert, um diese Fälle dann im nächten Schritt näher zu untersuchen.

Obwohl die Beulenpest fast jedes Jahr in Madagaskar auftritt, kommt es dieses Jahr in weiten Teilen Madagaskars zum Ausbruch der Pest. So betrifft die Pestepidemie aktuell 33 von 114 Distrikten in 14 von 22 Regionen Madagaskars, unter anderem in den stark bevölkerten Städten Antananarivo (Hauptstadt und Vororte) sowie Toamasina. In der Hauptstadt Antananarivo wurden 239 Fälle und 21 Todesfälle gemeldet. 82 Prozent der Fälle in der Stadt und den umliegenden Vororten sind Lungenpest. In Toamasina wurden 147 Fälle gemeldet, darunter 9 Todesfälle in der Stadt (Stand 12.Oktober 2017).

 Karte von Madagaskar mit den Pestgebieten

Weitere Pest-Fälle werden laufend registriert. Insgesamt gab es zum Stand 27.Oktober mehr als 985 Fälle von Lungenpest (die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann), 230 Fälle von Beulenpest (die durch Flohbisse verbreitet wird) und eine Infektion des Blutkreislaufes. Die übrigen Pest-Fälle können bislang noch nicht zugeordnet werden.

Als Reaktion auf den Pestausbruch in Madagaskar arbeitet die lokale Regierung an der Bekämpfung von Flöhen. Weil sich Lungenpest in engem Kontakt von Mensch zu Mensch leicht ausbreiten kann, wurden zudem Massenversammlungen untersagt und in mehreren Städten die Schulen geschlossen. Die WHO schickt rund 1.4 Millionen Dosen Antibiotika nach Madagaskar mit denen bis zu 5.000 an Pest erkrankte Menschen behandelt werden können.

 

>> Quelle: WHO Pest Outbreak Madagaskar und WHO AFRO Situation Report 05: 20 Oktober 2017

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