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Madagaskar: Pest-Ausbruch (6. Update)

Meldung vom: 27.11.2017

Seit Mitte Oktober 2017 ist die Gesamtinzidenz der Erkrankung und die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Pestinfektion landesweit in Krankenhäuser eingewiesen wurden, rückläufig.

Vom 6. bis 17. November 2017 wurden jedoch erneut 216 neuen Pestfälle (1 bestätigter, 20 wahrscheinliche und 195 Verdachts-Fälle) in Madagaskar gemeldet. Der letzte auftretende Fall von Beulenpest war am 7. November 2017 und der letzte bestätigte Fall von Lungenpest wurde am 14. November 2017 gemeldet.

Insgesamt sind 55 der 114 (48%) Distrikte in Madagaskar betroffen. Die Region "Analamanga" war mit 68% aller Pest-Fälle am stärksten betroffen.

 Karte von Madagaskar mit den Pestgebieten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vom 1.August bis 22.November 2017 insgesamt 2.348 Pest-Fälle in Madagaskar registriert (bestätigte, wahrscheinliche und vermutete Pest-Fälle):

Von diesen Verdachtsfällen sind bislang ca. 25% bestätigte Pestfälle. Etwa 9% der Verdachtsfälle sind gestorben (195 Pest-Tote).

Insgesamt gab es mehr als 1.791 Fälle (76%) von Lungenpest (die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann), 341 Fälle (14%) von Beulenpest (die durch Flohbisse verbreitet wird) und eine Infektion des Blutkreislaufes. Die übrigen 207 Pest-Fälle können bislang noch nicht zugeordnet werden. Seit Beginn des Ausbruchs sind auch 81 Beschäftigte im Gesundheitswesen von der Pest betroffen (bislang ohne Todesfälle).

Etwa 99% (7.166) der 7.270 bisher identifizierten Kontakte haben ihre 7-tägige Nachbeobachtung sowie eine prophylaktische Antibiotikatherapie abgeschlossen. Nur elf Kontakte entwickelten sich zu Verdachtsfällen. Am 17. November 2017 wurden alle 33 Kontakt-Personen im Follow-up erreicht und mit prophylaktischen Antibiotika versorgt.

Obwohl die Beulenpest fast jedes Jahr in Madagaskar auftritt, kam es dieses Jahr in weiten Teilen Madagaskars zum Ausbruch der Pest.

Die WHO unterstützt weiterhin das Ministerium für öffentliche Gesundheit und andere nationale Behörden in Madagaskar, um den Ausbruch der Pest zu überwachen und entsprechend darauf zu reagieren.

 

>> Quelle: WHO AFRO Situation Report vom 20 November 2017

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