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Karibik: Hurrikan - Auswirkung für Reisende

Meldung vom: 18.09.2017

Am 6. September 2017 durchquerte der Hurrikan Irma die Karibik, kurz darauf folgte am 16. September der Hurrikan Maria. Beide Stürme verursachten schwere Schäden in den betroffenen Ländern darunter Anguilla, Antigua und Barbuda, die Bahamas, die Britischen Jungferninseln, Kuba, Dominica, die Dominikanische Republik, Guadeloupe, Haiti, Martinique, Puerto Rico, Saint Barthelemy, Saint Martin, Turks- und Caicosinseln und die Amerikanischen Jungferninseln.

Das Ausmaß der Zerstörung ist je nach Land unterschiedlich - viele Gebiete sind jedoch überschwemmt und unzugänglich. Die größten Probleme die durch den Hurrikan verursacht wurden, sind jetzt die Schäden der Wasserversorgung, der Sanitäranlagen, eine problematische Versorgung mit  Nahrungsmitteln und Strom, Transport-, Kommunikationsschwierigkeiten, eine oftmals unzureichende medizinische Versorgung sowie die unkontrollierte Verbreitung von Moskitos. Vor diesem Hintergrund können schwere Gesundheits- und Sicherheitsrisiken aktuell nicht ausgeschlossen werden – darüber hinaus ist oftmals auch die medizinische Versorgung begrenzt oder nicht verfügbar.

 Personen die zwingend in die o.g. Gebiete reisen müssen, sowie diejenigen, die sich vor Ort für humanitäre Hilfe einsetzen, sollten sich an den folgenden Empfehlungen orientieren um Krankheiten und Verletzungen möglichst zu vermeiden:

  • Vorsicht bei heruntergefallenen Stromleitungen, Steckdosen die mit Wasser in Berührung kamen und defekten Gasleitungen.

  • Vermeiden Sie es, durch fliesendes oder stehendes Wasser zu fahren oder zu waten.

  • Achten Sie auf Anzeichen von Hitzschlag.

  • Seien Sie vorsichtig bei defekten Öfen, Kamin- oder Heizungsabzügen aufgrund der Kohlenmonoxid-Gefahr. Kohlenmonoxid ist ein geruchloses, farbloses Gas, das beim Einatmen plötzliche Gesundheitsbeschwerden und den Tod verursachen kann.

  • Vermeiden Sie streunende oder ängstliche Tiere. Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn Sie von einem Tier gebissen oder zerkratzt werden.

  • Vermeiden Sie Mückenstiche. In den o.g. Gebieten kommen oftmals die von Moskitos übertragenen Krankheiten wie Zika, Dengue und Chikungunya vor. Reisende sollten Vorsorgemaßnahmen ergreifen, um Moskitostiche möglichst zu verhindern. In Haiti und Teile der Dominikanischen Republik besteht auch ein Malaria-Risiko.

  • Befolgen Sie die Sicherheitsrichtlinien bzgl. der Lebensmittel und Wasser.

  • Verunreinigtes Wasser und Nahrung können bei Reisenden Durchfall und andere Krankheiten verursachen.

  • Vermeiden Sie Hochwasser-Gebiete.

  • Vermeiden Sie es, Hochwasser oder Wasser aus Seen, Flüssen oder Sümpfen zu verschlucken.

  • Vermeiden Sie das Waten in überschwemmten Gebieten, besonders wenn Sie irgendwelche Verletzungen haben. Wenn eine Wunde rot wird, schwillt oder sickert, suchen Sie sofortige ärztliche Betreuung.

  • Tragen Sie Schutzkleidung, vor allem Schuhe, wenn Sie im Hochwasser waten müssen.

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>> weitere Informationen zu den betroffenen Ländern

Reisemedizinische Beratung

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