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AIDS

Definition

AIDS ist eine Immunschwäche-Erkrankung (HIV = Humanes Immundefizienz-Virus), die durch das Retro-Virus verursacht wird. Unbehandelt zerstört das Virus wichtige Körperzellen, die für die Bekämpfung von Krankheiten und Infektionen zuständig sind. AIDS ist nach wie vor nicht heilbar.  Allerdings kann die Krankheit mittlerweile durch Medikamente gut kontrolliert werden.

Vorkommen

AIDS ist weltweit verbreitet. Im Jahr 2015 betrug die Zahl der HIV-Infizierten 36,7 Millionen. Laut der UNAIDS (Joint United Nations Programme on HIV/AIDS) leben die meisten Infizierten in Süd- und Ost-Afrika (19,1 Millionen). In West- und Zentralafrika sind es 6,5 Mio., in Asien und dem Pazifischen Raum 5,1 Mio., in Westeuropa und Nordamerika 2,4 Mio., in Lateinamerika und der Karibik 2 Mio., in Osteuropa und Zentralasien 1,5 Mio. und in Nordafrika und dem Mittleren Osten 230.000.

Ansteckung

Das HI-Virus wird durch Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Blut übertragen. Die meisten Ansteckungen passieren durch ungeschützten Sex.
Drogenabhängige können sich infizieren, wenn sie benutzte Spritzen verwenden. Seltener ist die Ansteckung von Mutter zu Kind während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen. Durch Bluttransfusionen mit verunreinigtem Blut kann man sich ebenfalls anstecken, dies ist allerdings sehr selten, weil Blutkonserven inzwischen streng kontrolliert werden.

Hinweis

Durch Speichel, Tränen oder Schweiß kann AIDS nicht übertragen werden.

Verlauf

Wird eine HIV-Infektion nicht behandelt, verläuft sie in folgenden Stadien, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausgeprägt sind:

Eine akute Infektion äußert sich oft zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung durch grippeähnliche Beschwerden. Danach folgt ein längeres symptomfreies Stadium. Nach einigen Jahren treten dann häufig Infektionskrankheiten auf, weil das Immunsystem bereits deutlich geschwächt ist. Es kann außerdem zu Fieberschüben, Nachtschweiß, Lymphknotenschwellungen Gewichtsverlust und Pilzinfektionen kommen.

Ist die Krankheit voll ausgebrochen, treten Krankheiten auf wie Lungenentzündung (Pneumocystis Pneumonie), durch Pilze verursachte schwere Krankheiten oder Tumore, die schließlich zum Tod führen.

Inzwischen lässt sich AIDS aber so gut mit Medikamenten behandeln, dass der Ausbruch der Krankheit um viele Jahre hinausgezögert oder ganz verhindert werden kann.

Diagnose

Eine HIV-Infektion wird mithilfe einer Blutuntersuchung festgestellt. Sind Antikörper gegen HIV nachweisbar, ist der Betroffene HIV-positiv. Ein Test ist allerdings erst acht bis zwölf Wochen nach einer vermeintlichen Infektion aussagekräftig, da es einige Zeit dauert, bis der Körper Antikörper gegen das Virus gebildet hat.

Behandlung / Therapie

Als AIDS Anfang der 1980er Jahre bekannt wurde, starben Infizierte meist innerhalb von 8 - 15 Jahren nach der Ansteckung. Mittlerweile hat die Medizin Mittel gefunden, infizierten Personen ein fast "normales" Leben zu ermöglichen. Durch eine antiretrovirale Therapie lässt sich die Verbreitung des Virus im Körper unterdrücken. Dabei werden mindestens drei verschiedene Wirkstoffe kombiniert, die das Fortschreiten der Krankheit zum Stillstand bringen. Die Medikamente müssen allerdings ein Leben lang genommen werden, denn komplett aus dem Körper ?entfernen? lässt sich die Krankheit bislang nicht.

Vorsorge

Den besten Schutz vor einer Ansteckung bietet die Verwendung von Kondomen und das Praktizieren von Safer Sex. Das bedeutet, dass beim Sex der Austausch von potenziell ansteckenden Körperflüssigkeiten vermieden wird.

Drogenabhängige sollte kein benutzten, nicht sterilisierten Spitzen verwenden.

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