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Cyclosporainfektion

Definition

Die Cyclospora-Infektion ist eine Durchfallerkrankung, die sich Reisende vor allem in den Tropen und Subtropen zuziehen. Sie wird durch verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel übertragen. Verursacht wird die Krankheit von einem mikroskopisch kleinen, einzelligen Parasiten namens Cyclosporia cayetanensis, der der Krankheit in den 1990er Jahren ihren Namen gab.

 Vorkommen

Die Cyclospora-Infektion kann weltweit auftreten, ist aber am häufigsten in tropischen oder subtropischen Ländern zu finden. Zu Ausbrüchen kam es in der Vergangenheit in Haiti, Peru, Nepal und Guatemala. Aber auch bei Reiserückkehrern aus Mexiko, Indien, Pakistan, Sri Lanka, der Türkei, Marokko, Mexiko, Australien und Malaysia wurde der Erreger gefunden . Auch in den USA kommt es jedes Jahr zu Erkrankungen, die vor allem durch importiertes Obst und Gemüse (Himbeeren, Blattsalat, Basilikum usw.) verursacht werden. Das Ansteckungsrisiko schwankt saisonal.

Ansteckung

Menschen stecken sich mit Cyclospora cayetanensis an, wenn sie Wasser trinken oder Lebensmittel essen, die mit menschlichen Fäkalien verseucht sind. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich, weil es etwa fünf bis zwölf Tage dauert, bis der ausgeschiedene Stuhl einer infizierten Person selbst infektiös wird.

Verlauf

Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es etwa sieben Tage. Typische Krankheitssymptome sind wässrige Durchfälle, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Bauchkrämpfe, Blähungen, Übelkeit und Abgeschlagenheit. Die Krankheit ist in der Regel nicht lebensbedrohlich. Allerdings kann es ein paar Wochen oder sogar Monate dauern, bis sie von selbst verschwindet. Häufig gibt es auch Rückfälle.

Diagnose

Bei Durchfallerkrankungen, die sich über Wochen hinziehen, sollte eine Infektion mit Cyclospora cayetanensis in Betracht gezogen werden.

Der Erreger wird mittels einer Stuhlprobe diagnostiziert. In vielen Fällen sind nicht genügend Erreger in einer Probe zu finden, deshalb sollten sicherheitshalber zur Abklärung mehrere Stuhlproben von verschiedenen Tagen untersucht werden. Um Cyclospora sichtbar zu machen, verwendet das Labor säureresistente Spezialfärbungen. Außerdem leuchtet der Erreger unter UV-Licht blau.

Behandlung / Therapie

Die Therapie erfolgt mit dem Antibiotikum Cotrimoxazol. Wenn dies nicht vertragen wird, kann auch Ciprofloxacin gegeben werden, das allerdings eine geringe Wirksamkeit aufweist. Bei AIDS-Patienten ist wegen der hohen Rückfallquoten oft eine längerfristige Antibiotika-Therapie notwendig.

Vorsorge

Gegen eine Cyclospora-Infektion gibt es keine Impfung. Da der Erreger sehr widerstandfähig ist, kann man ihn durch eine chemische Aufbereitung von Trinkwasser, z.B. mit Chlor, nicht unschädlich machen.

Am besten schützt man sich, indem man nichts zu sich nimmt, das mit menschlichen Fäkalien verunreinigt sein könnte. Auf Reisen helfen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Trinkwasser und Lebensmitteln:

  • Nur abgekochtes Wasser oder Wasser aus Flaschen trinken

  • Keine Salate, Kräuter, Obst oder rohes Gemüse essen

  • Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife

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