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Hepatitis D

Definition

Hepatitis D ist eine die Leber betreffende Infektionserkrankung, die nur bei Menschen auftritt, die an einer Hepatitis-B-Infektion leiden. Verursacht wird sie vom Hepatitis-D-Virus (HDV), der früher auch als Delta-Virus oder Delta-Agens bezeichnet wurde. Das RNA-Virus ist ein inkompletter Erreger, kann sich nur mithilfe eines vom Hepatitis-B-Virus stammenden Proteins vermehren und dockt besonders gerne an Leberzellen an.


 Vorkommen

Hepatitis D tritt in Deutschland selten auf. Viele Infizierte stammen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und aus der Türkei. Höhere Infektionsraten gibt es in südeuropäischen Mittelmeergebieten sowie in Südamerika, im Mittleren Osten und in Nordafrika. Nur etwa jeder Zwanzigste, der an einer chronischen Hepatitis B leidet, ist auch von einer Hepatitis D betroffen.


Inkubation

Hepatitis D kann nur in Kombination mit einer Hepatitis B übertragen werden. Die Ansteckung erfolgt auf zwei Wegen: Es kann zu einer simultanen Ansteckung mit beiden Viren kommen, oder zu einer zusätzlichen Infektion bei einer bereits bestehenden Hepatitis-B-Infektion. Übertragen wird der Erreger wie bei einer Hepatitis B über Blut, Speichel, Sperma oder die Muttermilch.

Am häufigsten erfolgt die Ansteckung über ungeschützte Sexualkontakte mit infizierten Personen. Auch Infusionen mit infizierten Blutprodukten oder Blut sind mögliche Übertragungswege. Infizierte Mütter können das Virus bei der Geburt an ihr Kind weitergeben.


Verlauf

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung liegt zwischen 30 bis 180 Tagen. Bei Hepatitis D zeigen sich ähnliche Symptome wie bei Hepatitis B. Erste Anzeichen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit werden oft nicht mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Wird die Infektion chronisch, zeigen sich oft keine schwerwiegenden Symptome, bis sich Leberkrebs oder eine Leberzirrhose entwickelt.

Kommt es zur simultanen, zeitgleichen Infektion mit dem Hepatitis-B- und D-Virus, heilen beide Infektionen in mehr als 90 Prozent der Fälle aus.


Diagnose

Jeder Patient, der an einer chronischen oder akuten Hepatitis B leidet, sollte zumindest einmal auf eine Infektion mit Hepatitis D untersucht werden. Eine einfache Blutuntersuchung lässt eine schlüssige Diagnose zu.


Behandlung / Therapie

Die Behandlung der Hepatitis D gilt als letztes ungelöstes Problem bei der Therapie von chronisch verlaufenden, von Viren verursachten Leberentzündungen. Zwar ist eine auch gegen das B-Virus wirksame Therapie mit Interferon möglich, was die Vermehrungsraten der Viren stark reduziert, doch diese wirkt häufig nur vorübergehend. Ein vollständiger Stopp der Infektion ist damit fast nie möglich. Oft kommt es nach Therapieende zu Rückfällen, die mitunter erst Jahre später stattfinden können.

Für Patienten, die in Folge der Virusinfektion an einer fortgeschrittenen Leberzirrhose leiden, bleibt als letzter Ausweg oft nur die Lebertransplantation.


Vorsorge

Wer sich gegen Hepatitis B impfen lässt, ist gleichzeitig auch vor Hepatitis D geschützt. Die Verwendung von Kondomen, besondere Vorsicht beim Umgang mit Fremdblut und bei Drogenkonsumenten die immer nur einmalige Spritzenverwendung sind wichtige Schutzmaßnahmen. Vorsicht ist auch beim Teilen von Zahnbürsten, Rasierutensilien oder Nagelscheren mit möglicherweise infizierten Menschen angesagt.


Differenzialdiagnose

Es gibt einige Erkrankungen, die einer Hepatitis D in ihren Symptomen ähneln können. Dazu zählen etwa von anderen Virustypen verursachte Entzündungen der Leber, Alkoholmissbrauch oder Leberschäden durch Gifte.
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Hepatitis D Serologie - Informationen für Ärzte/innen

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Quelle: CDC 11/2015
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