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Krimkongofieber

Definition

Das Krimkongofieber wird durch Bunyaviren verursacht. Die infektiöse Viruserkrankung kann einen hämorrhagischen Verlauf nehmen, also mit Blutungen einhergehen. 


 Vorkommen

Das Krimkongofieber wurde in einigen GUS-Staaten beobachten, in Südeuropa (Türkei, Ungarn und Bulgarien), in vielen asiatischen Ländern sowie im mittleren Osten (Iran, Irak, Afghanistan und Syrien).


Inkubation

Meist wird das Virus durch einen Zeckenbiss übertragen. Insbesondere die Hyalomma-Zecken mit ihren typisch weiß-braun gefärbten Beinen sind häufige Überträger. Sie befallen Wild- und Haustiere wie etwa Ziegen, Schafe und Kühe. Die Zecken nehmen das Virus mit dem Blut von befallenen Tieren in ihren Verdauungstrakt auf. Hier kann es einige Zeit überdauern, bis die Zecke einen Wirt sticht und mit dem Speichel das Virus auf diesen überträgt.
Auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist möglich (durch Schmierinfektionen). Ebenso kann eine Tröpfcheninfektion eine Ansteckung bedingen. Auch eine Übertragung durch kontaminierte Gewebe und Instrumente ist denkbar.

Die Inkubationszeit hängt vom Weg des Erregers ab. Erfolgt die Ansteckung über den Stich einer Zecke, beträgt die Inkubation meist zwei bis drei Tage (maximal neun Tage). Wird der Erreger über infiziertes Gewebe oder Blut übertragen, kann die Inkubationszeit etwas länger sein. 


Verlauf

Eine Ansteckung mit Krimkongofieber zeigt sich fast immer durch grippeähnliche Symptome mit Schüttelfrost, Fieber, Muskel-, Nacken- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und Vergrößerungen der Lymphknoten. Auch neurologische Symptome wie Stimmungsschwankungen, Benommenheit und Depression sind möglich. Oft ist auch der Magen-Darm-Trakt betroffen (Erbrechen, Übelkeit, Oberbauchschmerzen und Durchfall). Auch Bindehautprobleme und Lichtempfindlichkeit können sich einstellen. 

Bei einem Teil der Infizierten kann die Erkrankung hämorrhagisch verlaufen, also zu Blutungen führen. Diese können ein Multiorganversagen von Lunge, Niere und Leber bedingen und schließlich tödlich enden. Bis zu 30 Prozent der Fälle von Krimkongofieber enden letal. 


Diagnose

Krimkongofieber lässt sich in Speziallaboren durch den direkten oder indirekten Nachweis des Erregers diagnostizieren. Die Antikörper lassen sich ab dem sechsten Erkrankungstag nachweisen. 


Behandlung / Therapie

Krimkongofieber wurde bereits erfolgreich mit Virustatika wie etwa Ribavirin behandelt. In erster Linie wird die Krankheit aber symptomatisch behandelt und zwar aufgrund der Ansteckungsgefahr in einer abgeschlossenen Isolierstation.


Vorsorge

Noch gibt es keine verlässliche Schutzimpfung gegen die Erkrankung. Bei Reisen in Gebiete, in denen das Krimkongofieber verbreitet ist, sollten daher Repellents (Insektenschutzmittel) verwendet werden. Geschlossene, helle Kleidung hilft ebenfalls bei der Abwehr von unerwünschten Insekten. Wer sich im Freien aufhält, sollte anschließend Kleidung und Körper auf Zeckenbefall untersuchen. 


Differenzialdiagnose

Es existieren weitere virusbedingte hämorrhagische Fieber, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen können.

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