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Loiasis

Definition

Die tropische Wurmerkrankung Loiasis wird auch Loaose, Calabar-Schwellung oder Kamerunbeule genannt. Hervorgerufen wird die Erkrankung durch die aus der Familie der Fadenwürmer stammende Filarie Loa loa.


Vorkommen

Die Haupterkrankungsgebiete bei Loiasis sind West- und Zentralafrika (hier vor allem das Kongobecken). Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass rund 13 Millionen Menschen mit Loa loa infiziert sind.


Inkubation

Tagaktive Bremsen (Gattung Chrysops remsen) sind die Überträger des parasitären Fadenwurms. Im menschlichen Körper reift er innerhalb einer Inkubationszeit von zwei bis neun Monaten zu erwachsenen, geschlechtsreifen Fadenwürmern heran. Sie leben im Bindegewebe und im Unterhautzellgewebe der Haut, der Schleimhäute und gegebenenfalls der Augen. Innerhalb dieser Verbreitungsorte können sich auch wandern. 
Die Larven der Loa loa-Würmer, die Mikrofilarien, zirkulieren zudem im Blutkreislauf des Befallenen. Die Würmer können nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. 


Verlauf

Die Larven und erwachsenen Würmer rufen Entzündungen und Schwellungen hervor. Diese klingen nach einigen Tagen ab und treten typischerweise an einer anderen Körperstelle wieder auf, da sich der Wurm nicht einkapselt, sondern herumwandert. Selten bewegt sich der Wurm über den Augapfel, wo er dann sichtbar wird. 

Die Erkrankung ist meist ungefährlich, aber äußerst unangenehm. Durch die lange Lebensdauer der Loa loa-Würmer von bis zu zehn Jahren, kann die Erkrankung einen chronischen Verlauf nehmen. Oft kommt es erst Jahre nach der ursprünglichen Infektion zu allergisch bedingten, stark juckenden Hautschwellungen mit einem Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern. Vor allem die Beine und das Gesicht sind von diesen Schwellungen, die nach einigen Tagen verschwinden und in unregelmäßigen Abständen wieder auftauchen, betroffen. Gefährlich wird Loa loa dann, wenn der Kehlkopf befallen wird und sich eine akute, lebensbedrohliche Kehlkopfschwellung (ein Glottisödem) entwickelt. Spätfolgen können Nieren- und Herzklappenschäden sowie eine Hirnhautentzündung sein. 


Diagnose

Eine Loa loa-Infektion lässt sich meist anhand der für die Erkrankung typischen Symptome diagnostizieren. Diese Diagnose kann durch den Nachweise der Loa-loa-Fadenwürmer im Blut abgesichert werden. 


Behandlung / Therapie

Die medikamentöse Therapie erfolgt mit Diethylcarbamazin, einem Anthelminthikum (Wurmmittel). Es greift in den Stoffwechsel der Parasiten ein und tötet so die Larven und teilweise auch die erwachsenen Filarien ab. Zeigen sich die Parasiten in der Bindehaut des Auges, können sie unter lokaler Betäubung chirurgisch entfernt werden. Eine Infektion mit Loa loa lässt sich meist gut behandeln. 


Vorsorge

Ein Impfstoff gegen Loa loa existiert nicht. Vorbeugend wirken vor Stechmücken schützende Kleidung und Moskitonetze. Auch das Einreiben mit Mückenschutzmittel kann vor Stechmücken und damit auch vor den Überträgern der Loiasis schützen. 


Differenzialdiagnose

Die Ancylostomatidose (Hakenwurmkrankheit) kann mit ähnlichen Symptomen wie eine Loa loa-Infektion einhergehen. 

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