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Lymphogranuloma

Definition

Bei dem durch das Bakterium Chlamydia trachomatis ausgelösten Lymphogranuloma inguinale handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, die vor allem in tropischen und subtropischen Regionen auftritt.


 Vorkommen

Lymphogranuloma venereum ist in erster Linie in den tropischen und subtropischen Gebieten Asiens, Lateinamerikas und Afrikas beheimatet. In westlichen Industrieländern ist die Geschlechtskrankheit selten. Allerdings kam es in den vergangenen Jahren auch in den USA und Europa verstärkt zu Fällen von Lymphogranuloma. Vor allem Großstädte sind betroffen. Häufig handelt es sich bei den Erkrankten um homosexuelle Männer und um rückkehrende Tropenreisende. 


Inkubation

Das Bakterium Chlamydia trachomatis wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Das rund 0,5 Mikrometer große Bakterium ist nur innerhalb seiner Wirtszelle vermehrungsfähig und reagiert äußerst empfindlich auf Austrocknung und Kälte. Die Ansteckung erfolgt aus diesem Grund nur durch Schleimhautkontakte bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. In westlichen Ländern ist die Hauptansteckungsquelle der ungeschützte Analverkehr beim Geschlechtsverkehr zwischen homosexuellen Männern.


Verlauf

Das Bakterium breitet sich im gesamten Körper aus und ruft in drei Stadien eine sogenannte systemische Infektion hervor, also eine Infektion, die den gesamten Organismus betrifft. Die ersten Symptome zeigen sich frühestens drei Tage und bis zu drei Wochen nach der Ansteckung. Ihr Auftreten hängt von der Eintrittsstelle des Krankheitserregers ab. 

Befällt der Erreger Penis oder Vagina, kommt es meist zu einzelstehenden Pusteln und Papeln, die sich zu Schleimhautdefekten entwickeln und sich nach ein paar Tagen spontan zurückbilden. Wird durch Analverkehr das Rektum befallen, verläuft dieses erste Erkrankungsstadium meist unbemerkt. In seltenen Fällen kann es nach Oralverkehr zu kleinen Wunden in der Rachen- und Mundschleimhaut kommen. 

Ohne Therapie geht das Lymphogranuloma nach einigen Tagen bis Wochen in das zweite Erkrankungsstadium über. Der Erreger breitet sich über die Lymphbahnen aus und betrifft auch die Lymphknoten. Bei einer rektalen Infektion kann es jetzt zu einer Proktitis, einer Entzündung der Rektumschleimhaut, kommen. In diesem Stadium der Erkrankung bilden sich Fisteln und Abszesse. Die Haut über den Lymphknoten verfärbt sich. Es können Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber und Kopfschmerzen auftreten. Im dritten Stadium kommt es zu ausgedehnter Fistelbildung und zu einer Fibrose der vom Erreger betroffenen Abschnitte des Lymphsystems, sowie zu chronischen Lymphödemen bis hin zu einer extremen Vergrößerung (Elephantiasis) des Genitals. Spät auftretende Folgen wie Darmverengungen oder etwa Störungen des Lymphabflusses sind möglich.


Diagnose

Der Nachweis des Erregers ist durch einen Abstrich der Pusteln oder durch eine bakteriologische Untersuchung der befallenen Lymphknoten möglich.


Behandlung / Therapie

Das Lymphogranuloma inguinale lässt sich durch Antibiotika behandeln (z.B. durch Doxycyclin oder Tetracyclin). Die Therapie wird über einen Zeitraum von drei Wochen durchgeführt und muss immer die Mitbehandlung des Sexualpartners einschließen. Die Antibiotika-Behandlung im Frühstadium lässt die Infektion rasch abheilen. 


Vorsorge

Ein sehr wirksamer, allerdings nicht hundertprozentiger Schutz vor Lymphogranuloma inguinale ist die Verwendung von Kondomen.


Differenzialdiagnose

Ulcus molle, die Primäre Syphilis und Granuloma venereum, eine bakterielle Infektionskrankheit der äußeren Geschlechtsorgane sowie des Afterbereichs kommen differentialdiagnostisch in Frage.

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