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Pocken

Definition

Die Pocken, die auch als Blattern bezeichnet werden, sind eine gefährliche, von Pockenviren aus der Gattung Orthopoxvirus verursachte Infektionskrankheit. Seit 1980 gilt die Erkrankung in Folge der flächendeckenden Pockenimpfung von offizieller Seite als ausgerottet.


Vorkommen

Die weltweit letzten Pockenfälle gab es 1977 in Somalia. Die letzten Fälle von Pocken in Deutschland traten 1972 auf, als ein rückreisender Gastarbeiter die Erkrankung aus dem Kosovo einschleppte und 20 Menschen ansteckte. Seit 1980 gilt die Welt als pockenfrei – eine Konsequenz des WHO-Impfprogramms. Weitere Infektionen sind allerdings nicht gänzlich auszuschließen. Das Virus ist weltweit noch in zwei Laboratorien existent. Einige Staaten könnten heimlich Bestände des Virus aufbewahren, was die Gefahr von Laborunfällen oder bioterroristischen Angriffen birgt.


Inkubation

Die Übertragung der Pockenviren erfolgt durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch (z.B. beim Husten). Auch virenhaltiger Staub, der eingeatmet wird, kann zu einer Ansteckung führen – etwa beim Ausschütteln der Kleidung von erkrankten Menschen. Die Inkubationszeit liegt zwischen sieben Tagen und zweieinhalb Wochen (durchschnittlich zwischen 12 und 14 Tagen).


Verlauf

Eine Ansteckung mit dem Pockenvirus zeigt sich anfänglich in Form von grippeähnlichen Krankheitserscheinungen. Es kommt zudem zu Rückenschmerzen mit Schüttelfrost und Fieber sowie zu Rachenentzündungen. In dieser Krankheitsphase ist der Patient hochansteckend. Nach einem bis fünf Tagen geht das Fieber zurück, um 24 Stunden später wieder anzusteigen. Im Anschluss daran folgen die für die Pocken typischen Hauterscheinungen wie Flecken, Eiterbläschen und Pusteln, die nahezu am gesamten Körper auftreten können. Hände, Füße und der Kopf sind meist am stärksten betroffen. Nach rund zwei Wochen trocknen die Pusteln ein, was zu Narbenbildung führen kann. Schwere Folgeschäden wie Lähmungen, Erblindung, Hörverlust, Lungenentzündungen und Hirnschäden sind möglich. Die Pocken enden in rund 30 Prozent der Fälle tödlich.


Diagnose

Hohes Fieber und typische Hautveränderungen sind Merkmale, die eine einfache Diagnose der Pocken durch den Arzt erlauben. Der Nachweis des Virus kann etwa aus dem Pustelsekret unter dem Elektronenmikroskop erfolgen. Etwa vier Tage nach der Ansteckung ist das Pockenvirus im Blut nachweisbar. Anschließend lassen sich auch Antikörper nachweisen. Diese Diagnose könnte bei einem Verdachtsfall allerdings nur in einem Hochsicherheitslabor durchgeführt werden.


Behandlung / Therapie

Ein Heilmittel gegen die Pocken existiert nicht. Lediglich eine vorbeugende Schutzimpfung ist möglich. Diese wirkt auch dann noch, wenn sie einige Tage nach der Ansteckung durchgeführt wird. Die Pocken ließen sich also im Fall einer neuerlichen Epidemie abgesehen von der Schutzimpfung nicht direkt behandeln. Die Erkrankten müssten sofort isoliert werden, um eine Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Weitere Therapiemöglichkeiten: Bettruhe, energiereiche Nahrungszufuhr, eine hohe Flüssigkeitszufuhr und fiebersenkende Präparate. Pockenviren dürfen nicht mehr erforscht werden. Daher gibt es keine schlüssigen Aussagen über die mögliche Wirkung moderner Virostatika-Medikamente gegen Viren-Erkrankungen.


Vorsorge

Die Pockenimpfung war in der Vergangenheit die Vorsichtsmaßnahme Nummer 1 im Kampf gegen die Pocken. Die Schutzimpfung wurde 1967 von der WHO weltweit vorgeschrieben. In Westdeutschland endete die Impfpflicht im Jahr 1976. Die Erkrankung gilt heute als ausgerottet.


Differenzialdiagnose

Ähnlichen Hautveränderungen, wie sie Pocken zeigen, können etwa bei schweren Windpocken-Fällen auftreten.

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