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Tollwut - FAQs

TollwutMaßnahmen nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier

 

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die unbehandelt zum Tod führt. Übertragen wird die Krankheit meistens von wilden und streunenden Tieren: Füchsen, Fledermäusen, Waschbären, Stinktieren und auch verwilderten Haustieren wie Katzen und Hunden. Schützen können Sie sich durch eine Tollwutimpfung.

Deutschland und viele europäische Länder gelten seit einigen Jahren als tollwutfrei. In Asien, Afrika und Südamerika ist Tollwut aber nach wie vor weit verbreitet. Jährlich sterben über 59.000 Menschen an dem Virus. Wenn Sie mit einem tollwutverdächtigen Tier in Berührung gekommen sind, sollten Sie deshalb schnell handeln.

Im Folgenden werden die häufigsten Fragen zur Tollwut beantwortet:

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Wie erkenne ich, ob ein Tier tollwutverdächtig ist?

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  • Wildtiere haben normalerweise eine natürlich Scheu vor dem Menschen. Zu Beginn der Erkrankung verlieren sie oft diese Scheu.

  • Bewegungsstörungen, Aggressivität und vermehrter Speichelfluss sind Anzeichen einer Tollwuterkrankung.

  • Besonders Bisse, die unvermittelt erfolgen und nicht durch menschliches Verhalten "provoziert" wurden, können auf eine Tollwuterkrankung hinweisen. Allerdings birgt jeder Biss das Risiko einer Tollwutübertragung.

 

Welche Art von Kontakt ist ansteckend?

Das Virus wird durch den Speichel von infizierten Säugetieren übertragen. Anstecken können Sie sich also:

  • durch einen Biss

  • durch das Lecken von verletzter oder entzündeter Haut

  • durch den Kontakt von Schleimhäuten oder offenen Wunden mit Speichel

  • durch Kontakt der Impfflüssigkeit eines beschädigten Impfköders mit nicht-intakter Haut

Hinweis

Durch das Lecken von intakter Haut oder durch bloßes Streicheln eines Tieres kann man sich nicht mit Tollwut anstecken.

 

Was soll ich tun, wenn ich mit einem tollwutverdächtigen Tier Kontakt hatte?

  • Reinigen Sie die Wunde sofort gründlich mit Wasser und Seife und desinfizieren Sie sie, am besten mit 70%igem Alkohol oder einer Jodlösung. Damit reduzieren Sie das Ansteckungsrisiko.

  • Wenn Sie gegen Tollwut geimpft sind:
    Nach dem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier brauchen Sie meist zwei Auffrischungsimpfungen im Abstand von zwei Tagen, um das Risiko einer Ansteckung gering zu halten. Hierzu haben Sie ca. 72 Stunden Zeit.

  • Wenn Sie nicht gegen Tollwut geimpft sind:
    Suchen Sie möglichst bald einen Arzt auf. Dieser wird Sie nach einem Intensiv-Schema im Abstand von einigen Tagen fünf- bis sechsmal impfen (postexpositionelle Impfbehandlung). Zusätzlich ist eine in den meisten Fällen passive Immunisierung mit Humanem Tollwut-Hyperimmunglobulin (HRIG) angezeigt.

  • Bei der Behandlung von Tollwut kommt es zwar nicht auf Minuten oder Stunden an, Sie sollten aber mit dem Arztbesuch keinesfalls warten, bis Sie irgendwelche Symptome entwickeln. Denn hat das Virus einmal das zentrale Nervensystem erreicht, ist es für eine Behandlung zu spät. Deshalb muss die erste Tollwutimpfung bei ungeimpften Personen innerhalb von 12-24 Stunden erfolgen.

siehe auch 

>> Tollwutimpfung

>> Tollwut Krankheit

>> Infografik Tollwut

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Autor

21.03.2017, Constanze Eder (CE), Redakteurin für Reise- und Tropenmedizin

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