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Tuberkulose

Definition


Die Tuberkulose, abgekürzt Tbc oder Tb, ist eine vielschichtige Infektionskrankheit, die Bakterien (M. tuberculosis) hervorrufen, die hauptsächlich auf dem Luftweg übertragen werden. Häufig ist die Lunge besonders von der Erkrankung betroffen, die auch Morbus Koch genannt wird. Früher war der Begriff "Schwindsucht" geläufig.

Vorkommen


Laut den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt es pro Jahr weltweit zu rund neun Millionen Tuberkulose-Erkrankungen. Rund 1,4 Millionen Menschen versterben jährlich daran ? oft wegen unzureichender Behandlung. 

Die Tuberkulose tritt weltweit auf und ist neben HIV eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Etwa ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung dürfte bereits eine Infektion mit Tuberkulose-Erregern aufweisen. Etwa fünf bis zehn der infizierten Erwachsenen erkranken irgendwann im Verlauf ihres Lebens an einer behandlungsbedürftigen Tuberkulose. Regionen mit hohen Tuberkuloseraten befinden sich in Südostasien, in den afrikanischen Staaten, in der westlichen Pazifikregion und in den ehemaligen Sowjetrepubliken.

tuberkulose verbreitung


Quelle: Global Tuberculosis Report 2016, WHO

http://www.who.int/tb/publications/global_report/en/


Inkubation


Die Zeit zwischen der Infektion mit Tuberkuloseerregern und einer messbaren Antwort des Immunsystems liegt im Schnitt zwischen sechs und acht Wochen. Nur ein geringer Teil der Infizierten erkrankt tatsächlich. Meist schafft es der Körper, die Infektion mit Tuberkulosebakterien erfolgreich zu stoppen und einzugrenzen auf eine sogenannte latente tuberkulöse Infektion. 


Verlauf


Da Tuberkuloseerreger vor allem auf dem Luftweg übertragen werden, ist bei rund 80 Prozent der Erkrankten die Lunge (pulmonale Tuberkulose) betroffen. Es gibt allerdings mehrere Verläufe der Tuberkulose. So können die Erreger etwa das Rippenfell, die Harnwege, die Knochen, die Hirnhäute, die Haut, den Verdauungstrakt oder die Geschlechtsorgane befallen. Während die ?Schwindsucht? früher oft ein Todesurteil bedeutete, ist sie heute heilbar. Es kann allerdings zu schweren Komplikationen kommen, was bei immungeschwächten Menschen auch tödlich enden kann. 

Die Erkrankung geht langsam vor sich. Nach der Primärinfektion kommt es zu unspezifischen Symptomen wie Husten oder leicht erhöhter Temperatur. In dieser Zeit schafft es das Immunsystem oft, die Tuberkulose-Bakterien abzukapseln und in eine ?ruhende? oder ?geschlossene Tuberkulose? zu verwandeln. Brechen die Bakterien aus diesen Abkapselungen aus, kommt es zu einer ?offenen Tuberkulose?, oft mit schwerem Husten und (blutigem) Auswurf. In dieser Phase ist die Erkrankung ansteckend. 


Diagnose


Eine latent tuberkulöse Infektion lässt sich mit dem Tuberkulin-Hauttest (THT) belegen. Bei der bakteriologischen Diagnostik wird der Erreger etwa im Bronchialsekret oder im Urin nachgewiesen. Außerdem lassen sich die Erreger mit Hilfe einer Blutprobe im Labor feststellen. Auch die Röntgendiagnostik hilft bei der Diagnose. 

Behandlung /Therapie


Die Tuberkulose wird mit Antibiotika behandelt und zwar immer in Kombination von zwei verschiedenen Präparaten. Diese unterscheiden sich in der Art ihrer Wirkung und greifen die Erreger zudem an verschiedenen Wirkorten an. So lassen sich die Bakterien auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen abtöten und ihre Vermehrung stoppen. Die Kombinationsbehandlung ist auch eine Vorsichtsmaßnahme gegen die Entwicklung von resistenten Keimen. Die Standardmedikamente zur Tuberkulose-Behandlung sind: Pyrazinamid, Streptomycin, Isoniazid, Ethambutol und Rifampicin.

Vorsorge


Die Schutzimpfung gegen Tuberkulose (BCG-Impfung) hat sich als nur begrenzt wirksam erwiesen. Sie wird daher mittlerweile in Deutschland nicht mehr zur Vorsorge empfohlen. Stattdessen sollte man in Regionen mit hohen Tuberkuloseraten im Umgang mit seinen Mitmenschen besonders vorsichtig sein. Stellt sich heraus, dass eine Kontaktperson an Tuberkulose leidet, sollte man möglichst rasch einen Arzt aufsuchen. Das ist vor allem dann dringend erforderlich, wenn man Symptome wie eine erhöhte Körpertemperatur oder Husten zeigt.

siehe hierzu auch >> Impfung Tuberkulose

Differenzialdiagnose


Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik wie die Lungentuberkulose sind vor allem die chronische Bronchitis und die Lungenentzündung. Auch Virus-Erkrankungen können sich ähnlich äußern. Ebenso ein Bronchialkarzinom, eine Silikose, Lungenmykose, eine Aktinomykose, eine Nocardiose oder eine Sarkoidose.

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