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Kinder sind durch Malariainfektionen besonders gefährdet - vor allem bei Kleinkindern verläuft die Malaria oft schwer und untypisch, so dass auf Reisen in gefährdete Gebiete möglichst verzichtet werden sollte (Ihr Reiseziel).

Medikamente zur Vorbeugung einer Malariainfektion sind im Kindesalter entsprechend den Anweisungen genau zu dosieren. Leider sind die meisten Mittel nicht als für Kinder geeignete Saftzubereitungen erhältlich. Die Medikamente können dann zur Verabreichung z.B. mit Joghurt, Apfelmus oder Marmelade gemischt werden.

Wenn eine Tropenreise mit Kindern unumgänglich ist, empfiehlt die WHO zur Malariaprophylaxe die strenge Beachtung folgender Punkte:

Malariavorbeugung bei Kindern - Ratschläge bei Tropeninstitut.de

Oberstes Gebot ist die Vermeidung von Moskitobissen! Kinder daher nur unter Moskitonetzen schlafen lassen!

Gestillte Kleinkinder benötigen eine eigene Prophylaxe, da Muttermilch keinen Schutz bietet.

Grundsätzlich zu unterscheiden ist zwischen der Malariaprophylaxe und der Mitnahme von "Standby" Medikamenten. Eine Prophylaxe ist nur in Regionen mit hohem Übertragungsrisiko erforderlich (Ihr Reiseziel).

Medikamente zur Malariaprophylaxe sind Atoquavon / Proguanil (Malarone®), Mefloquin (Lariam®) und Chloroquin. Sie können ab einem Körpergewicht von 5 kg gegeben werden. Welches Medikament in welcher Dosierung im Einzelfall einzusetzen ist, richtet sich nach Reiseziel und -dauer. Dies müssen Sie mit Ihrem Arzt persönlich besprechen.

Bei fiebernden Kindern muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Beachte Sie bitte, dass bei Kindern unter 3 Monaten Malaria auch ohne Fieber auftreten kann. Kleinkinder lassen sich relativ gut vor Moskito - Tropeninstitut.deMückenstichen schützen. Mit einer konsequenten Expositionsprophylaxe (Mückennetze, Kleidung, evtl. Einreibemittel >> Shop Tropenfit.de) kann das Risiko gesenkt werden. Die Expositionsprophylaxe (passive Vorsorge) ist stets sehr ernst zu nehmen und muss immer Priorität vor einer medikamentösen Prophylaxe haben. So kann auch eine vorbeugende Medikamentengabe die passiven Schutzmaßnahmen auf gar keinen Fall ersetzen.


Vor einer Reise in Malariagebiete sollte man wissen, dass es keinen hundertprozentig sicheren Malariaschutz gibt und man sich und seine Kinder  trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer einem Restrisiko aussetzt.


03.02.2014, Dr. med. Christian Schönhals (CS), Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

 
           
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