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Malaria - Übertragung

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Die gefährliche Infektionskrankheit "Malaria" tritt auf, wenn die dämmerungs- und nachtaktiven Anopheles-Mücken durch Ihre Stiche Malariaerreger sog. Plasmodien übertragen. Im Folgenden wird die Übertragung von Malaria durch Mücken erläutert und durch eine Grafik & Videoanimation veranschaulicht.

Malaria-Kreislauf

Die infektiösen Formen des Malaria-Erregers, die sog. Sporozoiten, gelangen während des Stichs einer infizierten Anopheles-Mücke über den Speichel der Mücke in das Blut des Menschen. Über die Blutbahn werden diese Sporozoiten dann in die Leberzellen des Menschen gespült und beginnen sich dort zu teilen (Merozoiten). Innerhalb von 1-2 Wochen vermehren sich die Merozoiten so stark, dass sie die befallenen Leberzellen zum Platzen bringen und so wieder zurück in die Blutbahn gelangen. Dort befallen sie die roten Blutkörperchen und vermehren sich erneut so stark, bis auch diese Zellen platzen und die Erreger wieder in die Blutbahn gelangen. Nach mehreren Vermehrungskreisläufen sind dann entsprechnd viele rote Blutkörperchen von dem Erreger befallen.

Manche Erreger können sich in männliche oder weibliche Geschlechtsformen umwandeln (Gametozyten). Werden diese Gametozyten von einer Anopheles-Mücke beim Stechen aufgenommen, gelangen sie in den Darm der Mücke und können sich dort zu einer befruchteten Eizelle vereinigen, aus der wieder infektiöse Erreger (Sporozoiten) entstehen. Die Sporozoiten wandern dann wie anfangs beschrieben in die Speicheldrüse der Anopheles-Mücke. Von dort werden sie während eines Stichs auf den Mensch übertragen und der beschriebene Kreislauf beginnt erneut.

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Grafik: Übertragung von Malaria

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Malaria Übertragung Infografik

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Video: Malaria - Der Zyklus eines trickreichen Parasiten

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WDR 12/2016