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Quak - Logo von Tropeninstitut.deMit Allergie auf Reisen

Auf Reisen ist vor allem der Schweregrad der Allergie von Bedeutung. Bei leichten Allergien, die keine medikamentöse Behandlung erfordern (z.B. Hausstaubmilben oder Heuschnupfen) ist auch im Urlaubsgebiet keine kritische Situation zu erwarten.

Allergie - Tropeninstitut.de

Bei schweren Allergien (Wespengift, Nahrungsmittel) und allergischem Asthma, die eine Cortison- oder Antihistaminikaeinnahme notwendig machen, sollte man sich informieren, ob ein Kontakt mit dem Allergen im Zielgebiet wahrscheinlich ist. Auf jeden Fall  sollte man - wie auch zu Hause - ein Notfallkit mit sich führen, mit dessen Anwendung man vertraut sein muß. Sinnvoll ist es außerdem, sich im Voraus über ärztliche Notdienste im Urlaubsland zu informieren (Notrufnummer Ausland).
Manche Antihistaminika, die gegen Allergien eingenommen werden,  setzen die Aufmerksamkeit und die Fahrtauglichkeit herab, was vor allem in Kombination mit Jet-Lag und ungewohnten Verkehrssituationen gefährlich werden kann.

Die sogenannte Sonnenallergie (photoallergische Dermatitis) ist eigentlich eine Erhöhung der Lichtempfindlichkeit durch eingenommene oder lokal applizierte Medikamente oder andere chemische Substanzen in Kombination mit UVA-Licht. Hier finden sich Hautveränderungen in den lichtexponierten Hautpartien. Entscheidend ist es, herauszufinden, welches das auslösende Medikament darstellt.
Bei der sogenannten Mallorca-Akne handelt es sich um eine Form der polymorphen Lichtdermatose. Hierbei kommt es nach Stunden bis Tagen an den lichtexponierten Hautpartien zu individuell immer gleichen Hautveränderungen. Typischerweise tritt die Erkrankung bei der ersten intensiven UV-Exposition nach den Wintermonaten im Frühling oder zu Beginn des Urlaubs auf. Ihr Hautarzt kann die Symptome z.B. durch Tablettengabe oder Bestrahlungen (sog. Hardening) im Vorfeld lindern. Wichtig ist im Urlaub die langsame Steigerung der Sonnenexposition inkl. Sonnenschutzmittel (LSF 50) und hautabdeckender Bekleidung sowie die Benutzung möglichst fettfreier Sonnenschutzmittel.

Durch die Einnahme zahlreicher Medikamente kann die Lichtempfindlichkeit ebenfalls erhöht werden und es kann in Zusammenhang mit Sonneneinwirkung zu unangenehmen Hauterscheinungen kommen. Betroffen sind Medikamente für Herz und Blutdruck, Antidepressiva, Antibiotika und andere. Sprechen Sie darüber mit dem verschreibenden Arzt, bevor Sie in den Süden fahren.

03.02.2014, Dr. med. Susan Khouw (SK), Fachärztin für Dermatologie, Venerologie und Allergologie


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