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Ross-River-Fieber

Definition

Das Ross-River-Fieber, das auch als Epidemische Polyarthritis bezeichnet wird, ist eine Virusinfektion. Das Ross-River-Virus (RRV) ist ein von Mücken übertragener Erreger aus der Familie der Togaviridae.


 Vorkommen

Der Erreger breitete sich in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in sehr kurzer Zeit über die gesamten Inseln des Südpazifiks aus. In der Folge kam es in dieser Region zu starken Epidemien. Heute ist der Erreger in Australien, Papua-Neuguinea und den Nachbarinseln stark verbreitet. In Australien kommt es jährlich zu rund 5.000 Neuerkrankungen.


Inkubation

Übertragen wird das Ross-River-Fieber durch Stechmücken der Gattung Aedes, Mansonia und Culex. Die ursprünglichen Wirte sind vermutlich Kleinsäugetiere. Die Inkubationszeit beträgt drei bis neun Tage.

Über die Saugrüssel der infizierten Mücke gelangen die Viren in die menschliche Blutbahn. Eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch konnte noch nicht beobachtet werden. Die Erkrankungsraten hängen stark von den Wetterbedingungen ab. Am häufigsten tritt das Ross-River-Fieber im Spätsommer und im Herbst auf.


Verlauf

Erstes Symptom der Erkrankung sind plötzlich einsetzende Gelenkschmerzen, auf die nach etwa ein bis zwei Tagen großflächige Hautausschläge folgen. Die Körpertemperatur ist nur leicht erhöht. Fieber kommt selten vor. Die meisten Patienten klagen über Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Lichtempfindlichkeit. Der Virusbefall der Gelenke führt zu starken Schmerzen. Auch eine Gelenksteife, Rötungen und Schwellungen können sich einstellen. Die Erkrankung geht meist von alleine wieder zurück. Die Genesung kann allerdings langwierig sein und sich bis zu sechs Wochen hinziehen. Rund zwei Drittel aller Erkrankten klagen noch nach einem halben Jahr über Gelenkschmerzen. Mitunter zeigen sich noch nach Jahren Symptome wie Schmerzen, Schwellungen und Gelenksteife.

Die Epidemische Polyarthritis ist nicht lebensbedrohlich. Bei Kindern verläuft die Erkrankung meist in einer milden Form.


Diagnose

Das Ross-River-Virus kann im Blut über einen spezifischen Antikörper-Test festgestellt werden. Diese Untersuchungen führen allerdings in Deutschland lediglich einige Speziallabors durch.


Behandlung / Therapie

Eine Impfung oder spezifische Therapie des Ross-River-Fiebers existiert nicht. Die Behandlung kann lediglich die Symptome der Erkrankung lindern. Zur Schmerzbekämpfung erhalten die Patienten entzündungshemmende Medikamente, die frei von Kortison sind. Bei rund einem Drittel aller Erkrankten bessern sich durch diese Medikamente die Beschwerden. Eine begleitende krankengymnastische Behandlung kann ebenfalls die Beschwerden lindern.


Vorsorge

Einen vorbeugenden Impfschutz gegen das Ross-River-Fieber gibt es nicht. Die beste Vorbeugung ist die Vermeidung von Mückenstichen. Man sollte daher immer schützende Kleidung tragen (lange Hosen, lange Ärmel). Die das Fieber übertragenden Insekten sind tagaktiv. Nicht von Kleidung bedeckte Körperteile müssen mit einem Mückenschutzmittel eingerieben werden (Hals, Gesicht, Nacken und Hände). Besonderes Augenmerk sollte man auf die Fußgelenke richten, da diese eine beliebtes „Angriffsziel“ der Mücken sind.


Differenzialdiagnose

Der Hautausschlag beim Ross-River-Fieber zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Krankheitsbild von Röteln.

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