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  Quak - Logo von Tropeninstitut.deZika Virus - Antworten auf häufige Fragen (FAQ)

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Infographik Zika-Virus

Fragen zur Ausbreitung & Übertragung

Fragen zur Krankheit & Schutz

Fragen zum Zika Virus & Schwangerschaft

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Übersicht Zika Virus

Das Zika-Virus wird durch infizierte Mücken der Gattung Aedes übertragen. Es löst beim Menschen eine Infektion aus, die meist sehr milde verläuft. Gefährlich ist das Virus allerdings für schwangere Frauen: Inzwischen gilt als erwiesen, dass eine Ansteckung der Mutter mit Zika zu schweren Fehlbildungen beim ungeborenen Kind führen kann. In einigen seltenen Fällen kann es nach einer Zika-Virusinfektion wahrscheinlich auch zu einem Guillain-Barré-Syndrom kommen, einer Erkrankung der peripheren Nerven, die mit Lähmungen einhergeht.

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Zika-Virus-Übersicht

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Ausbreitung & Übertragung

Erstmals wurde der Erreger 1947 bei einem Affen aus dem Zikawald in Uganda, Afrika identifiziert. Anschließend tauchte das Virus vereinzelt in Asien auf. Erst im Jahr 2007 wurden größere Ausbrüche beim Menschen in Mikronesien und ab 2013/14 auch in anderen Inselstaaten im pazifischen Raum beobachtet. Aktuell breitet sich das Virus insbesondere in Mittel- und Südamerika aus (--> Welche Länder sind vom Zika Virus betroffen?).


Neue Zika-Infektionen kamen in den letzten Monaten besonders in den Ländern Mittel- und Südamerikas sowie auf den Pazifischen Inseln vor.  Im August 2016 wurden erste Fälle aus den USA (Florida, Region Miami) berichtet. Auch in Singapur hat die Gesundheitsbehörde im September 2016 Fälle von Zika-Ansteckungen gemeldet >> aktuelle Meldungen Zika-Virus

Zika-Viren werden in den meisten Fällen durch Stiche von Mücken der Aedes-Gattung übertragen. In einigen Fällen ist das Virus von Männern auch auf sexuellem Weg übertragen worden. Es ist bislang noch nicht geklärt, wie lange das Virus im Sperma überdauern kann. Teilweise fanden die Übertragungen auch dann noch statt, nachdem beim Mann die Symptome einer akuten Zikavirus-Infektion bereits abgeklungen waren. Genetisches Material von Zikaviren wurde zudem im Urin und Speichel von betroffenen Patienten nachgewiesen. Ob die Zikaviren jedoch durch Urin und Speichel übertragen werden können, ist aktuell noch nicht bekannt. Dazu sind weitere Studien notwendig.

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Krankheit & Schutz

Eine Infektion verläuft ohne oder mit abgeschwächten grippeähnlichen Symptomen. Die Symptome sind oftmals milder als bei anderen von Mücken übertragenen Infektionskrankheiten: Am häufigsten werden Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, eine Entzündung der Augenbindehaut sowie Fieber beschrieben. Bei einem großen Anteil der Infektionen haben die Betroffenen keinerlei Symptome (asymptomatischer Verlauf). Eine durchgemachte Infektion erzeugt wahrscheinlich eine lebenslange Immunität.

Zika_Symptome

Wie kann man eine Zika-Infektion behandeln?

Es existiert bislang weder eine zugelassene Impfung gegen eine Zika-Infektion noch eine medikamentöse Prophylaxe. Schmerz- und fiebersenkende Medikamente sowie viel Ruhe und ausreichend Flüssigkeit unterstützen die Heilung. Die Symptome klingen meist nach spätestens einer Woche von selbst wieder ab.

Was sollten Reisende in Zika-Virus-Gebiete beachten?

Reisende in tropische Länder sollten sich über den aktuellen Stand der Zikavirus-Infektionen in der jeweiligen Region informieren und von einem Tropen- oder Reisemediziner beraten lassen >> reisemedizinische Beratung

Grundsätzlich sollten sich Reisende in Zika-Virus-Gebiete gegen Stechmücken durch ein wirksames Insektenschutzmittel, sowie lange, helle und ggf. imprägnierte Kleidung schützen. Bei Übernachtungen in nichtklimatisierten Zimmern sollten (imprägnierte) Moskitonetze genutzt werden.

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>> Hochwirksames Anti-Insekt Mittel

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Zika Virus und Schwangerschaft

Für Schwangere ist eine Infektion gefährlich, weil sich das Virus auf das ungeborene Kind übertragen kann. Studien weisen darauf hin, dass eine Infektion mit dem Zika-Virus in der Schwangerschaft beim Fötus zu Fehlbildungen des Gehirns führen kann (pränatale Mikrozephalie - relativ  kleiner Kopfumfang bei Neugeboren, häufig einhergehend mit geistiger Behinderung). Außerdem werden weitere neurologische Auffälligkeiten, Fehlbildungen wie Plazentainsuffizienz und intrauterine Wachstumsretardierung bis hin zum Tod des Fötus mit der Infektion in Verbindung gebracht.

Es gibt weder eine Impfung gegen Zika noch eine medikamentöse Prophylaxe. Schwangeren Frauen empfiehlt das Auswärtige Amt daher, von vermeidbaren Reisen in Ausbruchsgebiete abzusehen.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, können Sie zweierlei tun:

Im Zika-Gebiet: Schutz vor Mückenstichen

- benutzen Sie ein hoch wirksames Insektenschutzmittel
- tragen Sie lange, helle und ggf. imprägnierte Kleidung
- verwenden Sie (imprägnierte) Moskitonetze, wenn Sie in nicht-klimatisierten Zimmern übernachten
- Achtung: Die infizierte Mückenart sticht vor allem tagsüber – nicht nur in der Dämmerung!

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Zuhause: Schutz vor sexueller Übertragung:
- benutzen Sie beim Sex Kondome, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden können und Ihr Partner aus einem Zika-Gebiet zurückkehrt.

Schwangere und Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten sich vor der Abreise von einem Tropen- oder Reisemediziner beraten lassen (>> reisemedizinische Beratung).

Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung findet nach bisherigen Erkenntnissen nur durch sexuelle Kontakte statt. Im Sperma eines Reiserückkehrers aus Italien haben Mediziner das Zika-Virus bis zu sechs Monate nach der Infektion nachgewiesen. Das Auswärtige Amt und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin empfehlen deshalb Männern nach einer möglichen Exposition in den Ausbruchsgebieten den Kondomgebrauch für sechs Monate bei Sexualverkehr mit Schwangeren und Frauen, die schwanger werden können.

Genetisches Material von Zika-Viren wurde zudem im Urin und Speichel von Patienten nachgewiesen. Ob die Zika-Viren jedoch durch Urin und Speichel übertragen werden können, ist aktuell noch nicht bekannt. Dazu sind weitere Studien notwendig.

Ja. Wenn Sie innerhalb von zwei Wochen nach Ihrer Rückkehr aus einem Zika-Virus-Gebiet Symptome entwickeln, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und auf die Reise hinweisen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, oder wenn Ihre Partnerin schwanger ist. Das Virus kann durch einen Blut- oder Urintest nachgewiesen werden. Eine umfassende Zikavirus-Diagnostik bieten in Deutschland u.a. das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg und das Max-von-Pettenkofer-Institut in München an.

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Weitere Informationen

Robert-Koch-Institut
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/Zikaviren/Zikaviren_node.html

World Health Organization (WHO)
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/zika/en/

Centers of Disease Control and Prevention (CDC)
http://www.cdc.gov/zika/index.html

Häufige Fragen und Antworten (FAQ) zum
"Zika Virus" im Merkblatt
Zika Virus pdf-Datei

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29.04.2016, AG

 
         
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