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Sexuell übertragbare Krankheiten

Definition

Bei sexuell übertragbaren Krankheiten erfolgt die Ansteckung durch vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehr. Als Krankheitserreger treten Viren, Bakterien, Pilze sowie Einzeller auf. Besonders viele Infektionen werden durch Chlamydien, HPV und Herpes verursacht. Zu den sexuell übertragbaren Krankheiten zählen Syphilis (Lues), Tripper (Gonorrhoe), Weicher Schanker (Ulcus Molle), das ZIKA-Virus und die besonders gefährlichen Erkrankungen HIV und Hepatitis. Aber auch Pilzinfektionen wie Mykosen (z.B. Candida) und parasitäre Erkrankungen wie z.B. Filzläuse oder Krätze (Skabies) zählen zu den Geschlechtskrankheiten. 

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Vorkommen

Sexuell übertragbare Krankheiten treten weltweit häufig auf. In Europa sind die klassischen Geschlechtskrankheiten, die nach dem Einsatz der Antibiotikatherapie stark rückläufig waren, wieder auf dem Vormarsch. Besonders die Syphilis-Erkrankungen steigen stark an. Starke Zuwächse gibt es in Europa auch bei den Chlamydia-Infektionen. Die Zunahmen treffen Großstädte und Ballungsgebiete besonders deutlich. Der Großteil der Neuinfizierten sind Männer unter 40 Jahre. Die meisten Neuinfektionen gibt es in der Gruppe der homosexuellen Männer. Starke Zuwächse zeigten sich nach dem Ende des Kommunismus in den ehemaligen Ostblockstaaten. 


Inkubation

Die Inkubationszeit hängt von der Art des Erregers ab und kann je nachdem, ob es sich um Bakterien, Pilze, Parasiten, Viren oder Protozoen handelt, unterschiedlich sein. So beträgt etwa die Inkubationszeit bei Syphilis zwei bis vier Wochen; beim Tripper beträgt die Zeit zwischen Infektion und Krankheitsausbruch etwa zwei bis vier Tage.


Verlauf

Sexuell übertragbare Krankheiten zeigen unterschiedliche Symptome. Einige treten häufig auf und sind fast allen Erkrankungen gemein. Bei Frauen, die sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt haben, zeigen sich oft ein vaginaler Ausfluss und Unterleibsschmerzen. Bei infizierten Männern treten oft Probleme beim Urinieren und Hodenschmerzen auf. Ebenfalls häufig bei beiden Geschlechtern ist ein Brennen und Jucken des Genitals. Manche sexuell übertragbare Erkrankungen sind schwer zu erkennen, können jedoch wie etwa eine Chlamydien-Infektion zu Unfruchtbarkeit führen. 

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Diagnose

Eine Geschlechtskrankheit lässt sich meist vom Urologen, Frauenarzt oder Hausarzt mittels eines Abstrichs diagnostizieren. Häufig wird auch der Urin untersucht. Oft kommt es wegen der räumlichen Nähe zusätzlich zu einem Harnwegsinfekt, der ebenfalls behandelt werden muss. 

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Behandlung / Therapie

Viele sexuell übertragbare Erkrankungen können mit der richtigen Therapie vollständig ausgeheilt werden. Stecken Bakterien hinter der Erkrankung, ist eine Behandlung mit Antibiotika sinnvoll. Bewährt haben sich auch Breitbandantibiotika wie Azithromycin, die bei zahlreichen sexuell übertragbaren Krankheiten Erfolge bringen. Bei Viren oder Warzen im Intimbereich können auch antivirale Salben eingesetzt werden. 

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Vorsorge

Die Verwendung eines Kondoms ist der beste Schutz vor Geschlechtskrankheiten. 

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Differenzialdiagnose

Sexuell übertragbare Erkrankungen können in ihren Symptomen anderen Erkrankungen ähneln. Das gilt etwa für die Syphilis, die in einem späten Stadium einen Verdacht auf einen Schlaganfall oder eine Hirnhautentzündung hervorrufen kann. Gonorrhoe (Tripper) gilt es, von einer Entzündung der Harnröhre und Harnblase abzugrenzen, die auch durch andere Erreger ausgelöst werden kann.

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