Impfberatung Reisetipps Malaria Risikogruppen Shop Insektenschutz
Telefon Schutz vor Moskitos Impfungen A-Z Krankheiten A-Z Ihr Reiseziel Home
Home: Krankheit: Zika Virus
 
 

Neue (Schweine-) Grippe

 

Quak - Logo von Tropeninstitut.deZika Virus - aktuelle Meldungen

21. September 2016

Zika jetzt auch in Florida und Singapur


Das Zika-Virus breitet sich weiter aus. Im Juni tauchten die ersten lokal erworbenen Zika-Infektionen in Florida (Miami/USA) auf, in der ersten Septemberwoche meldete jetzt auch Singapur 215 Fälle von Zika-Ansteckungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält deswegen den weltweiten Gesundheitsnotstand aufrecht. Der Notstand war im Februar ausgerufen worden, nachdem es in Brasilien 2015 zu einem massenhaften Zika-Ausbruch gekommen war, der inzwischen große Teile Süd- und Mittelamerikas erfasst hat.

Ausbreitung des Virus

Obwohl der Zika-Erreger bereits1947 bei einem Affen aus dem Zikawald in Uganda, Afrika, identifiziert wurde, schenkte man dem Virus bis vor kurzem wenig Beachtung. Erst im Jahr 2007 wurden größere Ausbrüche beim Menschen in Mikronesien und ab 2013 auch in anderen Inselstaaten im pazifischen Raum beobachtet. Seit 2015 breitet sich das Virus insbesondere in Mittel- und Südamerika aus (Brasilien, El Salvador, Kolumbien, Surinam und Venezuela). Ende 2015 überfiel das Virus die Kapverdischen Inseln. Besonders alarmierend ist Ausbreitung deshalb, weil Zika bei Schwangeren schwere Schädelfehlbildungen der Babys und auch neurologische Schäden verursachen kann. 

Zika_Ausbreitung

Bekämpfung mit Insektiziden

Die betroffenen Länder gehen gegen den Virus vor, indem sie die Brutplätze von Mücken mit Insektiziden besprühen. In Singapur hat sich daraufhin die Zahl der Neuinfektionen jede Woche halbiert. Auch in Süd- und Mittelamerika verbessert sich die Lage aktuell. Im Juli erklärte Kolumbien die Epidemie sogar für überwunden. Das mag allerdings auch daran liegen, dass die Moskitos in den südamerikanischen Wintermonaten wenig aktiv sind. In den USA hat es bisher nur wenige lokale Ansteckungen in Süd-Florida gegeben. Auch hier versucht man, durch massives Sprühen von Insektengift eine Epidemie zu verhindern. Auch Blutkonserven sollen in den USA mittlerweile auf Zika getestet werden.


4. September 2016


Sexuelle Übertragung möglich

Meist wird das Zika-Virus von Mücken des Typs Aedes übertragen. Wer sich aber mit Zika infiziert hat, kann die Krankheit auch beim Sex weitergeben. Dies ist vor allem dann gefählich, wenn ein infizierter Reiserückkehrer seine schwangere Partnerin ansteckt. So kann das Zika-Virus beim ungeborenen Baby zu schweren Fehlbildungen führen.

Wie lange eine infizierte Person ansteckend ist, muss durch weitere Studien geklärt werden. Aktuell geht man bei Männern noch von sechs Monaten aus. So konnten bei einem infizierten Reiserückkehrer in Italien bis zu sechs Monate nach der Ansteckung noch Viren im Sperma gefunden werden. In Urin und Speichel war das Virus dagegen nur drei Monate lang nachweisbar.

Geschlechtskrankheit des neuen Jahrtausends?

Die amerikanische Medizinethikerin Kelly McBride Folkers warnte kürzlich in der New York Times davor, Zika zu verharmlosen.  „Dies ist nicht nur eine tropische Infektion, die nur in anderen Ländern eine Rolle spielt; wir sollten es mehr als eine sexuell übertragbare Krankheit ansehen, die jeden von uns treffen könnte“, schreibt sie.

Viele deutsche Experten halten diese Einschätzung für übertrieben. So erklärte Daniela Huzly vom Institut für Virologie am Universitätsklinikum in Freibug gegenüber der Süddeutschen Zeitung, es gebe bisher keine Daten, die die These von Zika als „Geschlechtskrankheit des neuen Jahrtausends“ stützten.

Zur Sicherheit von Schwangeren: Safer Sex

In Deutschland wurden seit Oktober 2015 über 150 Zika-Virus-Infektionen bei Reiserückkehrern diagnostiziert, meldet das Robert-Koch-Institut. In einem Fall wurde eine sexuelle Übertragung des Zika-Virus beobachtet.  Nachdem die Krankheit in der Regel harmlos verläuft, liegt die tatsächliche Zahl der Infektionen vermutlich um einiges höher. Die WHO empfiehlt daher Schwangeren, deren Partner aus einem Zika-Virus-Ausbruchsgebiet zurückkehrt, bis zum Ende der Schwangerschaft "Safer Sex" zu praktizieren.

2. Juni 2016

Schwere Fehlbildungen bei Föten

Das in der Regel durch Mücken übertragene Zika-Virus ist harmlos, besonders im Vergleich zu Gelbfieber oder Malaria – so dachte man bisher. Jetzt fanden jedoch Forscher heraus, dass eine Zika-Infektion in der Schwangerschaft zu schweren Schädelfehlbildungen bei ungeborenen Kindern führen kann (Microzephalie). Babys mit Microzephalie haben einen ungewöhnlich kleinen Kopf und oft auch schwere Gehirndefekte.

Microzephalie durch Zika-Infektion

Gesundheitsexperten des US amerikanischen Amts für Seuchenschutz (CDC) halten es für erwiesen, dass ein ursächlicher Zusammenhang  besteht zwischen einer Zika-Infektion während der Schwangerschaft und Microzephalie bei Ungeborenen. In einem Artikel im New England Journal of Medicine  (Rasmussen et al) werteten sie verschiedene Studien zu diesem Thema aus. Die Forscher waren auf den Zusammenhang gestoßen, weil es Anfang 2015 die ersten Meldungen über eine Verbreitung des Virus in Brasilien gab und neun Monate später einen signifikanten Anstieg an Neugeborenen mit Microzephalie.

Schwangere sollen Ansteckung vermeiden

Das Auswärtige Amt und die WHO (Weltgesundheitsorganisation) raten deshalb Schwangeren, auf vermeidbare Reisen in Ausbruchsgebiete zu verzichten. Da das Zika-Virus auch sexuell übertragbar ist, sollten Rückkehrer aus Zika-Gebieten, deren Partnerin schwanger ist oder werden könnte, ihre Partnerin beim Sex durch Kondome schützen.

Weitere Informationen

Robert-Koch-Institut
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/Zikaviren/Zikaviren_node.html

World Health Organization (WHO)
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/zika/en/

Centers of Disease Control and Prevention (CDC)
http://www.cdc.gov/zika/index.html

Häufige Fragen und Antworten (FAQ) zum
"Zika Virus" im Merkblatt
Zika Virus pdf-Datei

oben

29.09.2016, AG

 
         
zum Seitenanfang Google+  Datenschutz Kontakt Tropeninstitut.de Impressum/Nutzungsbedingungen