Tropeninstitut.de - gesund reisen & gesund heimkehren
Tropeninstitut.de
gesund reisen & gesund heimkehren

Brasilien

Klima

Im Süden warme Sommer und kühle Winter, in den mittleren und nördlichen Landesteilen ganzjährig angenehme bis heiße Temperaturen. Insbesondere im Amazonastiefland ist es ganzjährig heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die durchschnittliche Monatstemperatur in Rio de Janeiro beträgt 20 °C im Juli und 26 °C im Februar. Die Regenzeit ist im Norden von Januar bis April, im Nordosten von April bis Juni und in Rio/São Paulo von November bis März.

Reisezeiten

Süden: September bis April: Nordosten: September bis Februar; Amazonasbecken: Juli bis Oktober

Einreisevorschrift

Keine offiziellen gesetzlichen Bestimmungen. Eine Gelbfieberimpfung wird aber bei Reisen in die Risikogebieten empfohlen.

Bei Einreise aus den Ländern Angola und der Demokratischen Republik Kongo wird eine Gelbfieberimpfung verlangt. Ausgenommen sind Kinder unter 9 Monaten sowie Personen die sich lediglich zu einem Transit in einem Flughafen der beiden Länder aufgehalten haben.

Aktuelles

Hier werden bis zu fünf aktuelle Meldungen zu diesem Land angezeigt. Weitere Meldungen finden Sie hier.

30.08.2017 - Amerika und Karibik: Dengue Fieber Fallzahlen

Dengue bleibt in Amerika und der Karibik auch im August 2017 weit verbreitet. Die Länder mit der höchsten Anzahl von wahrscheinlichen Fällen (einschließlich bestätigte Fälle)... weiter lesen

24.08.2017 - Brasilien: Neue Gelbfieber Regionen

Das brasilianische Gesundheitsministerium meldet einen anhaltenden Ausbruch des Gelbfiebers: Die ersten Fälle wurden im Bundesstaat Minas Gerais im Dezember 2016 gemeldet. Seitdem wurden auch in... weiter lesen

22.08.2017 - Brasilien: Chikungunya Fälle

Die Pan American Health Organization (PAHO) hat im Jahr 2017 mehr als 60.000 Chikungunya-Fälle in Brasilien gemeldet. >> weitere Informationen zu Brasilien >> weitere Informationen... weiter lesen

16.05.2017

Aktuell wird ein Anstieg der landesweit registrierten Zika-Virus-Verdachtsfälle auf 223.330 gemeldet. 133.527 Krankheitsfälle sind bestätigt.

15.05.2017

Das Gesundheitsministerium bestätigt aktuell 259 Gelbfieber-Todesfälle landesweit im Jahresverlauf. Weitere 47 Todesfälle werden noch untersucht. Am meisten betroffen ist der Südosten des Landes mit Minas Gerais und Espirito Santo. Die Weltgesundheitsorganisation rät Reisenden in die betroffenen Gebiete zur baldigen Gelbfieber-Impfung, da eine Impfstoffknappheit zum Spätsommer hin befürchtet wird.

27.04.2017

Aktuell wird ein Gelbfieber-Todesfall aus der bei Touristen beliebten Küstenstadt Maricá (Rio de Janeiro) gemeldet. Im gesamten Bundesstaat sind damit 11 bestätigte Fälle von Gelbfieber mit drei Todesfällen registriert.

Impfempfehlung

Für alle Reisenden:

Für Reisende, die besonderen Risiken ausgesetzt sind:

  • Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
  • Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
  • Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten
  • Masern für alle Kinder
  • Gelbfieber in den Bundesstaaten Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goias, Maranhao, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Para, Rondonia, Roraima und Tocantins, sowie in Teilen von Bahia, Parana, Piaui, Rio Grande do Sul und Santa Catarina. Auch für die Besucher der Iguazu-Wasserfälle wird eine Gelbfieberimpfung empfohlen.

Ein erhöhtes Infektionsrisiko ohne Impfmöglichkeit besteht u.a. regional für:

arzt-beratung  Für dieses Reiseziel kommen möglicherweise weitere Impfungen und Vorsorgemaßnahmen in Frage. Dies ist abhängig von der Art und Dauer der Reise sowie den Bedingungen während des Aufenthalts (z.B. Freizeitaktivitäten, Unterbringung, medizinische Versorgung vor Ort, Kontakt zu Tieren). Darüber hinaus ist auch der Gesundheitszustand der Reisenden, deren Alter und Vorerkrankungen sowie der derzeitig bestehende Impfschutz entscheidend.

 Eine individuelle reisemedizinische Beratung sollte idealerweise sechs Wochen vor der geplanten Reise wahrgenommen werden, damit sinnvolle und erforderliche Impfungen rechtzeitig ausgewählt werden können.

>>  Telefonische Reiseberatung

>>  Reise-Fragebogen - Impfberatung

Malaria

Brasilien ist ein Malarialand. Für Reisende besteht ein hohes regionales Infektionsrisiko:

a) Ganzjähriges hohes Risiko in bewaldeten Amazonas-Gebieten folgender Staaten: Acre, Amapá, Amazonas, im Westen von Maranhao, im Norden von Mato Grosso, Para (ausser der Hauptstadt Belem), Rondonia, Roraima und im Westen von Tocantins. Das Risiko variiert sehr stark von Region zu Region, wobei es in dschungel- und älteren landwirtschaftlichen Gebieten am höchsten ist.
Der Anteil von Plasmodium falciparum, dem Erreger der gefährlichen Malaria tropica, > 20%.

b) In den übrigen Gebieten und den Städten besteht ein geringeres Risiko; Anteil von Plasmodium falciparum < 20%.

c) Malariafrei: Ostküste inkl. Fortaleza, Iguazu und die meisten Städte (außer im Amazonasbecken).


Medikamentöse Malariaprophylaxe:

I) In den aufgeführten Risikogebieten (a) wird die vorbeugende Einnahme von Atovaquon / Proguanil (Malarone®) oder als preiswerte Alternative Mefloquin (z.B. Lariam®) empfohlen. Alternativ kommt Doxycyclin in Frage. Es wird von der WHO als Alternative empfohlen und weltweit seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Doxycyclin ist in Deutschland als Malariaprophylaxe nicht zugelassen.

II) In den aufgeführten Risikogebieten (b) wird während der Risikozeit nur die Mitnahme von Atovaquon / Proguanil (Malarone®) oder Artemer / Lumefantrin (Riamet®) als Notfallmedikament empfohlen.

III) In den aufgeführten Gebieten (c) ist die vorbeugende Einnahme von Malariamedikamenten oder die Mitnahme eines Notfallmedikamentes (Stand-By-Therapie) zur Zeit nicht erforderlich.

Die konkrete Auswahl der Anti-Malaria-Mittel, deren individuelle Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeit mit anderen Medikamenten sollten vor der Reise mit einem Reisemediziner abgestimmt werden.

>> Medikamentöse Prophylaxe
>> Reisemedizinische Beratung

Eine Expositionsprophylaxe (z.B. imprägniertes Moskitonetz und hochwirksamer Mückenschutz) sollte auf jeden Fall durchgeführt werden.

>> Imprägniertes Moskitonetz
>> Hochwirksamer Mückenschutz
>> Kleidung / Socken mit Insektenschutz
>> Schlaf-Inletts mit Insektenschutz

Vertretung

Brasilia

Botschaft
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Avenida des Nações, Lote 25, Quadra 807, 70415-900 Brasilia DF
Tel.: 0055 61 - 34 42 70 00
Fax: 0055 61 - 4 43 75 08
E-Mail: info@bras.diplo.de
URL: http://www.brasilia.diplo.de

ReiseapothekeReiseapotheke

Häufige Reise-Erkrankungen und kleinere Verletzungen sollten Sie auf Ihrer Reise mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke selbst behandeln können. So empfehlen sich auf jeden Fall wirksame Anti-Mücken-Mittel, Mittel gegen Fieber, Schmerzen und Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial sowie Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente können sinnvoll sein - dies sollten Sie mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt besprechen.

>> Reisemedizinische Beratung

Weitere Informationen sowie eine Checkliste für Ihre Reiseapotheke finden Sie hier:

>> Reiseapotheke

Müssen Sie auch während Ihrer Reise Medikamente einnehmen, sollten Sie diese in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Dabei ist - je nach Medikament - bei der Einreise eventuell auch eine Bestätigung über die Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente notwendig. Diese erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt.


Gelbfieberländer

Eine Bescheinigung, auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung, nachgewiesen wird (Impfpass), ist bei der Einreise aus den folgenden Ländern erforderlich:

Angola - Äquatorial-Guinea - Argentinien - Äthiopien - Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Republik - Kongo, demokratische Republik - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Surinam - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik


Hygiene & Essen

Wenn Sie ein paar einfache Regeln zur Hygiene beachten, bleiben Sie von zahlreichen Krankheiten verschont:
Vor dem Essen und nach der Toilette immer Hände waschen - am besten mit eigener Seife - und keine benutzten Handtücher zum Abtrocknen verwenden.
Als Trinkwasser oder Wasser zum Zähneputzen benutzen Sie idealerweise in Flaschen abgefülltes Mineralwasser oder abgekochtes Wasser. Da bis zu 50% aller Fernreisenden an Durchfall, erkranken, sollten Sie sich beim Essen an die folgende Regel halten:

Boil it, cook it, peel it or forget it - Koche es, brate es, schäle es oder vergiss es!

>> Essen und Trinken auf Reisen


MückenschutzSchutz vor Insekten

Je weniger Stiche, desto geringer ist Ihr Infektionsrisiko! Schützen Sie sich mit ein paar einfachen Maßnahmen:

  • Verwenden Sie auf unbedeckter Haut ein wirksames Moskitomittel - passend zu Ihrem Reiseziel.
    >> Hochwirksame Mittel
  • Wenn Sie auf Ihrer Reise nicht nur in klimatisierten Räumen übernachten, schlafen Sie unter einem Moskitonetz.
    >> Auswahl Moskitonetz
  • Wollen Sie sich auch unterwegs vor lästigen Moskitos schützen, tragen Sie möglichst lange, helle Kleidung. In Risikogebieten sollten Sie imprägnierte oder stichfeste Kleidung tragen.
    >> Kleidung mit Mückenschutz
  • Wählen Sie Ihren Schlafplatz sorgfältig aus: Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Matratze oder Bettwäsche evtl. Bettwanzen, Zecken oder Flöhe beherbergen, empfiehlt sich die Verwendung eines insektenabweisenden Schlaf-Inletts.
    >> Anti-Insekt-Inlett / -Schlafsack

>> Schutz vor Insektenstichen


Sonnenschutz

Aufgrund der erhöhten UV-Strahlung am Reiseziel besteht ein Risiko für Sonnenbrand und andere UV-Schäden. Schützen Sie sich und Ihre evtl. mitreisenden Kinder daher gut vor der Sonne und vermeiden Sie so einen Sonnenbrand:
Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF/SPF 30-50) auf der unbedeckten Haut. Tragen Sie wenn möglich UV-geschützte, hautbedeckende Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie eine Sonnenbrille. Insbesondere Kinder sollten sich zwischen 12-15:00 Uhr im Schatten aufhalten und nicht direkt der Sonne ausgesetzt sein. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass das Hautkrebs-Risiko umso höher ist, je öfter die Haut vor dem 18. Lebensjahr durch Sonnenbrände geschädigt wurde. Auf die empfindliche Haut von Kindern sollten Sie daher besonders achten.

>> Sonne, Strand und Meer

>> Kinder & Sonne


Vorsicht Tiere!

Die meisten Tiere gehen Menschen aus dem Weg - wenn sie sich aber bedroht fühlen, die Tiere ihren Nachwuchs oder Territorium schützen oder verletzt oder krank sind, können sie auch angreifen. Tierbisse und Kratzer können dann zu schweren Krankheiten wie Tollwut führen. Befolgen Sie daher diese Tipps, um sich zu schützen:

  • Berühren oder füttern Sie keine Tiere, die Sie nicht kennen.
  • Lassen Sie die Tiere keine offenen Wunden lecken und achten Sie darauf keinen tierischen Speichel in Ihre Augen oder Mund zu bekommen.
  • Vermeiden Sie Nagetiere und ihren Urin und Kot.
  • Grundsätzlich können viele Tiere eine gesundheitliche Bedrohung darstellen, seien Sie aber bei Hunden, Fledermäuse, Affen, sowie Quallen und Schlangen besonders vorsichtig.
  • Werden Sie von einem Tier gebissen oder gekratzt, waschen Sie die Wunde mit Seife und sauberem Wasser aus. Gehen Sie anschließend sofort zu einem Arzt. Berichten Sie auch Ihrem Arzt in Ihrem Heimatland über Ihre Verletzung, wenn Sie von Ihrer Reise wieder zurückkommen.

Sollten Sie mit Kindern reisen, ist es wichtig, dass Ihre Kinder die oben beschriebenen Regeln beachten und dass sie Ihnen über die kleinste Bissverletzung sofort berichten müssen. 

>> Tollwut - häufige Fragen & Antworten (FAQs)

>> Kinder & Tiere


Nach der Reise

Sollten Sie sich nach Ihrer Reise nicht wohl fühlen oder Fieber bekommen, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Beschreiben Sie Ihrem Arzt, wann Sie wohin gereist sind und was Sie auf Ihrer Reise getan haben (Aktivitäten, Verletzungen, Essen und Trinken, Kontakt mit Tieren oder Körperflüssigkeiten, Baden in Binnengewässern etc).

Reisemedizinische Beratung

Für Ihre reisemedizinische Beratung steht Ihnen online ein Fragebogen zur schriftlichen Reiseberatung zur Verfügung - gerne beraten wir Sie auch telefonisch:

aerztin Schriftliche Reiseberatung

Füllen Sie online einen Fragebogen zu Ihrer Reise und gesundheitlichen Situation aus. Nach spätestens 2 Werktagen erhalten Sie von einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt/in eine umfassende schriftliche Beratung zu empfohlenen Impfungen und Vorkehrungen für Ihr Reiseland sowie zur Malaria-, Gelb- und Denguefiebersituation vor Ort.

 Schriftliche Reiseberatung anfordern   

Kosten nach der Gebührenordnung für Ärzte (Ziffer 3 GOÄ 2,3-fach): ab 20,00 € (per Rechnung)

telefon Telefonische Reiseberatung

Vereinbaren Sie online einen Termin für eine ärztliche Beratung zur Beantwortung Ihrer reisemedizinischen Fragen sowie für aktuelle Impfempfehlungen für Ihr Reiseziel. Ein reisemedizinisch erfahrener Arzt/in ruft Sie unter der von Ihnen genannten Telefonnummer zu dem vereinbarten Termin zurück und berät Sie ausführlich.

 Telefonische Reiseberatung vereinbaren   

Kosten nach der Gebührenordnung für Ärzte (Ziffer 3 GOÄ 3,26-fach): ab 28,50 € (per Rechnung)

.