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Indien: Warnung vor gefälschten Tollwut-Impfstoffen

Meldung vom: 05.01.2026

Warnung vor gefälschten Tollwutimpfstoffen

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Die Gesundheitsbehörden von Australien fordern Ihre Bürger, die in Indien gegen Tollwut geimpft wurden, auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls Nachimpfungen vorzunehmen.

Die Gesundheitsbehörden von Großbritannien und USA haben ähnliche Warnungen veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (UK) gab bereits Ende Oktober eine Warnung heraus: Die UK-Gesundheitsbehörden überwachten Reisende, die sich ab November 2023 in Indien gegen Tollwut impfen ließen. Die Behörden wollten feststellen, ob diese Personen weitere Impfungen benötigten.

Die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) schlugen dann im November Alarm. In den USA wurde ein Tollwutfall bei einem Reisenden aus Indien gemeldet. Dieser Fall wies darauf hin, dass gefälschte Abhayrab-Impfstoffe in großen indischen Städten aufgetaucht und angewendet wurden. Die CDC warnte, dass gefälschte Impfstoffe möglicherweise nicht wirken und schädliche Substanzen enthalten könnten.

Die Warnung richtet sich gegen gefälschte Chargen des Tollwutimpfstoffs Abhayrab, der vom Human Biologicals Institute, einer Abteilung von Indian Immunologicals, hergestellt wird. Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass bereits seit November 2023 gefälschte Impfstoffe in Indien im Umlauf sind. Dies ist besorgniserregend, da Tollwut nach Auftreten der Symptome immer tödlich verläuft.

Der Impfstoffhersteller Indian Immunologicals reagierte letzte Woche auf die Warnungen:

Das Unternehmen gab an, im Januar 2025 eine bestimmte gefälschte Charge entdeckt zu haben. Die Chargennummer lautete KA24014. Das Unternehmen hat umgehend die indischen Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden benachrichtigt. Das Unternehmen betonte, dass keine weiteren gefälschten Chargen auf dem Markt seien.

In Indien wurden zwischen den Jahren 2012 und 2022 6.644 Tollwutverdachtsfälle gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Schätzungen zufolge sterben in Indien jährlich 18.000 bis 20.000 Menschen an Tollwut. Ein Drittel bis zwei Drittel dieser Todesfälle betreffen Kinder unter 15 Jahren. 36 Prozent aller weltweiten Tollwuttodesfälle entfallen auf Indien.

Tollwut wird durch den Speichel infizierter Tiere übertragen. Die Symptome reichen von Fieber und Kopfschmerzen bis hin zu Angst vor Wasser, Halluzinationen und Lähmungen. Eine Impfung nach Kontakt mit dem Virus kann die Krankheit verhindern. Eine Tollwutimpfung ist notwendig, wenn man von Hunden, Katzen, Affen oder Fledermäusen gebissen oder gekratzt wird oder wenn diese Tiere offene Wunden ablecken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt drei Dosen intramuskulärer oder zwei Dosen intradermaler Impfstoffe. Patienten müssen am Tag des Bisses auch Immunglobuline erhalten. Personen, die bereits geimpft wurden, benötigen nur zwei Auffrischungsimpfungen.

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 Tollwut Impfung

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Tollwut Verbreitung

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>> Quelle: groundreport.in, 30.12.2025

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