Gefahr durch Malaria

Nach Angaben der WHO ist Malaria in 87 endemischen Malaria-Ländern für jährlich mehr als 229 Millionen Erkrankungsfälle und ca. 409.000 Todesfälle verantwortlich (94% davon in Afrika) - dies entspricht ca 1.100 Todesfällen pro Tag. Gegenüber den 238 Millionen Malaria-Fällen im Jahr 2000 ist dies ein leichter Rückgang.

WHO, World Malaria Report, 2020

Durch Aufklärung, Vorbeugungsmaßnahmen und verbesserter medizinischer Versorgung gingen die Fälle zwischen 2000 und 2010 nach offiziellen Schätzungen um 17 Prozent zurück, die Sterblichkeit sank um 25 Prozent. In den Jahren 2015, 2016 und zuletzt im Jahr 2017 wurde jedoch in verschiedenen Ländern wieder ein Anstieg an Malaria-Fällen beobachtet.

I29 Länder treten 95% der weltweiten Malariafälle auf. Die folgenden fünf Länder machten weltweit etwa 51% aller Malaria-Fälle aus:

  • Nigeria (27%)
  • Demokratische Republik Kongo (12%)
  • Uganda (5%)
  • Mosambik (4%)
  • Niger (3%)

Weltweit sind die Malaria-Todesfälle im Zeitraum 2000–2019 stetig zurückgegangen:

  • Von 736.000 Todesfällen im Jahr 2000 auf 409.000 Fälle im Jahr 2019.
  • Der Anteil aller Malaria-Todesfälle bei Kindern unter 5 Jahren betrug im Jahr 2000 84% und im Jahr 2019 67%.

Zwischen 500 bis 900 Malaria-Fälle werden jedes Jahr in Deutschland gemeldet:

  • 896 Malariafälle mit 3 Todesfällen in 2018 mit 81% Malaria tropica; 523 Malariafälle mit 3 Todesfällen in 2009, 617 mit 2 Todesfällen in 2010 und 562 mit einem Todesfall in 2011. Die Dunkelziffer ist bis zu viermal so hoch.
  • Die überwiegende Zahl der erkrankten Deutschen bringt die Malaria als lebensgefährliches Souvenir aus Afrika mit nach Hause (über 90% der Fälle), aber auch in verschiedenen anderen Reisezielen kommt es zu Malariaübertragungen.
  • In der überwiegenden Anzahl der Fälle wird eine Malaria tropica diagnostiziert, die Malaria tertiana kommt an zweiter Stelle, am seltensten eine Malaria quartana.

     >> Ihr Reiseziel und Weltkarte Malaria
    .Malaria Vorkommen

Schlechte Vorbereitung bei Reisen in Malaria-Gebiete

.

Nach Studien des Münchener Instituts für Tropenmedizin und des Berliner Robert-Koch-Instituts hatte die Hälfte der 1999 an Malaria erkrankten Deutschen keine Mittel zur Vorsorge im Gepäck. Weltweit haben 90% der Touristen mit schweren Malaria-Verläufen und Todesfolge keine oder nur eine unzureichende Malariaprophylaxe eingenommen!

Diese Zahlen zeigen: Viele Touristen unterschätzen die gesundheitlichen Gefahren exotischer Ferienziele und sind unzureichend oder falsch informiert. Mit einer konsequenten Vorsorge, sowie vernünftigem Schutz vor Moskitos im Urlaub kann das Gesundheitsrisiko bei einer Reise in Malariagebiete minimiert werden.
.

   Ärztliche Reiseberatung

  Rezept für Malaria-Prophylaxe anfordern

.

Autor

15.03.2021, Dr. med. Andrea Gontard (AG), Fachärztin für Allgemeinmedizin

Reisemedizinische Beratung

Für Ihre reisemedizinische Beratung steht Ihnen online ein Fragebogen zur schriftlichen Reiseberatung zur Verfügung - gerne beraten wir Sie auch telefonisch:

aerztin Schriftliche Reiseberatung

Füllen Sie online einen Fragebogen zu Ihrer Reise und gesundheitlichen Situation aus. Innerhalb der nächsten drei Arbeitstage erhalten Sie von einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt/in eine umfassende schriftliche Beratung zu empfohlenen Impfungen und Vorkehrungen für Ihr Reiseland sowie zur Malaria-, Gelb- und Denguefiebersituation vor Ort.

 Schriftliche Reiseberatung anfordern   

Kosten nach der Gebührenordnung für Ärzte (Ziffer 3 GOÄ 2,3-fach): ab 20,00 € (per Rechnung)

telefon Telefonische Reiseberatung

Vereinbaren Sie online einen Termin für eine ärztliche Beratung zur Beantwortung Ihrer reisemedizinischen Fragen sowie für aktuelle Impfempfehlungen für Ihr Reiseziel. Ein reisemedizinisch erfahrener Arzt/in ruft Sie unter der von Ihnen genannten Telefonnummer zu dem vereinbarten Termin zurück und berät Sie ausführlich.

 Telefonische Reiseberatung vereinbaren   

Kosten nach der Gebührenordnung für Ärzte (Ziffer 3 GOÄ 3,26-fach): ab 28,50 € (per Rechnung)

.