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Studie: Imprägnierte Textilien senken Malaria-Risiko um 66%

Meldung vom: 12.02.2026

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Studie: Wirkung von imprägnierten Baby-Wickeltüchern
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Malaria fordert jährlich über 600.000 Todesopfer, die meisten davon Kinder unter fünf Jahren in Afrika. Betroffen hiervon sind oftmals auch Babys, die seit mehreren Jahrhunderten in Stofftüchern auf dem Rücken ihrer Mütter getragen werden. Diese Tradition, die Generationen von Frauen pflegen, war nun Gegenstand einer Studie im Kampf gegen Malaria.
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Vorgehen

An der Studie in Uganda nahmen 400 Mütter und ihre etwa sechs Monate alten Babys teil. Die Studie fand in Kasese, einer ländlichen Bergregion im Westen Ugandas, statt.

Die Hälfte der Mütter erhielt Tücher, lokal als „Lesus“ bekannt, die mit Permethrin behandelt waren, die andere Hälfte verwendete unbehandelte Standardtücher, die zuvor lediglich in Wasser getaucht wurden. Die Behandlung der Tücher wurde monatlich von den Forschern erneut.

Die Forscher beobachteten die Babys sechs Monate lang, um festzustellen, welche an Malaria erkrankten.
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Studienergebnis

Säuglinge, die in den imprägnierten Tüchern getragen wurden, hatten ein um zwei Drittel geringeres Risiko, an Malaria zu erkranken. In dieser Gruppe traten wöchentlich 0,73 Fälle pro 100 Säuglinge auf, in der anderen Gruppe 2,14.

Babys, die in Permethrin-behandelten Tüchern getragen wurden, entwickelten mit 8,5% etwas häufiger Hautausschläge als die Kontrollgruppe (6 %). Allerdings waren die Ausschläge bei keinem Baby so schwerwiegend, dass es die Studie abbrechen musste.

Die WHO-Richtlinien betonen bereits seit vielen Jahren die wichtige Rolle der mit Permethrin behandelten Kleidung und Netze als individuellen Schutz gegen Malaria. Das Insektizid hat ein gutes Sicherheitsprofil und wird seit Jahrzehnten in der Textilindustrie eingesetzt – unter anderem vom US-Militär.

Das Ergebnis der Studie, bei der durch die Imprägnierung der Tücher mit dem Wirkstoff "Permethrin" die Malaria-Rate bei den darin getragenen Säuglingen um zwei Drittel gesenkt werden konnte, unterstreicht die Empfehlung der WHO.

Malaria ist eine Krankheit, die durch einen Parasiten der Gattung Plasmodium verursacht und hauptsächlich durch den Stich einer weiblichen Mücke der Gattung Anopheles auf den Menschen übertragen wird.


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Malaria Übertragung

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>> Quelle: The New England Journal of Medicine, 2025 und NIH, 2015

>> weitere Informationen über Uganda

>> weitere Informationen über Malaria

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