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Studie: Imprägnierte Moskitonetze senken Malaria-Risiko

Meldung vom: 18.06.2026

Studie zur Wirksamkeit imprägnierter Moskitonetze

Eine große angelegte internationale Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Verwendung von mit Insektiziden behandelte Moskitonetzen (ITNs) die Zahl der Malariafälle und -todesfälle erheblich senkt. Die zunehmende Insektizidresistenz bei Mücken könnte jedoch ihre Wirksamkeit in Zukunft beeinträchtigen.
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Metastudie von 25 in Afrika und Asien durchgeführten Studien
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Die in der Zeitschrift "Infectious Diseases" veröffentlichte Metastudie kam zu dem Schluss, dass ITNs nach wie vor zu den wirksamsten und kostengünstigsten Mitteln zur Malariaprävention gehören. Die Forscher warnen jedoch davor, dass die wachsende Resistenz gegen Insektizide und Veränderungen im Verhalten der Mücken die langfristige Wirkung dieser Maßnahme untergraben könnten – insbesondere in Gebieten, in denen Resistenzen bereits weit verbreitet sind.

Die Metaanalyse, die 25 in Afrika und Asien durchgeführte Studien auswertete, zeigte, dass mit Insektiziden behandelte Netze die Malariafälle um bis zu 68 Prozent reduzierten. Zudem wies sie auf neue Herausforderungen hin, die künftige Erfolge bei der Malariabekämpfung gefährden könnten.
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Die Forscher stellten fest, dass ITNs zwar weiterhin einen sehr wirksamen Schutz gegen Malaria bieten, ihre Effektivität jedoch je nach Region und Gemeinschaft stark variiert. Gründe hierfür sind Unterschiede bei den Mückenarten, dem Grad der Insektizidresistenz, den Umweltbedingungen sowie der Regelmäßigkeit der Netznutzung.
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Rückgang der Malariafälle um bis zu 68 Prozent

Die Studie ergab, dass die Verwendung von mit Insektiziden behandelten Moskitonetzen (ITNs) in Asien mit einem Rückgang der Malariafälle um 68 Prozent und einer Verringerung der malariabedingten Todesfälle um 18 Prozent einherging. In Afrika, wo die Malariabelastung nach wie vor am höchsten ist, senkten die Netze die Malaria-Inzidenz um 29 bis 40 Prozent.

Die Forscher werteten 19 Studien zur Malaria-Inzidenz sowie sechs Studien zur malariabedingten Sterblichkeit aus. Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass ITNs weiterhin eine entscheidende Rolle beim Schutz vor Malaria und bei der Verringerung der Krankheitsübertragung in Malaria-Endemiegebieten spielen.
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Trotz dieser Erfolge identifizierten die Forschenden verschiedene Faktoren, welche die Wirksamkeit der Moskitonetze beeinflussen, darunter die Insektizidresistenz bei Mückenpopulationen.
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Problem: Insektizidresistenz

Experten erklärten, dass eine Insektizidresistenz entsteht, wenn Mücken allmählich die Fähigkeit entwickeln, den Kontakt mit Chemikalien zu überleben, die sie zuvor abgetötet hätten. Mit zunehmender Resistenz kann die Schutzwirkung insektizidbasierter Maßnahmen nachlassen, was die Malariabekämpfung erschwert.
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Um dieser Herausforderung zu begegnen, empfahlen die Forscher einen breiteren Einsatz von Moskitonetzen der nächsten Generation – darunter Netze mit Pyrethroiden und Piperonylbutoxid (PBO) sowie andere ITNs mit zwei Wirkstoffen –, die darauf ausgelegt sind, Resistenzen zu überwinden und den Schutz zu verbessern.

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Imprägniertes Moskitonetz

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>> Quelle: Infectious Diseases, 14.06.2026

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