Brasilien: Gelbfieber Risiko und Dengue-Fälle

Meldung vom: 05.05.2021

Gelbfieber in Rio Grande do Sul

In der vergangenen Woche wurde im Bundesstaat Rio Grande do Sul ein Notfall für die öffentliche Gesundheit ausgerufen:

In einer roten Zone mit 23 Städten wurde die Verbreitung des Gelbfiebervirus bestätigt. Weitere 72 Gemeinden wurden als gefährdet eingestuft (gelbe Zone).  Aktuell sind zwar noch keine Fälle beim Menschen aufgetreten, in dem betroffenen Gebiet wurden jedoch bereits mehr als 250 Primaten durch das Virus getötet. In Santa Catarina hat der jüngste Gelbfieber-Fall, ein Mann aus Blumenau in Valei do Itajaí, die Anzahl der Gelbfieberfälle in diesem Staates auf sieben Fälle erhöht.

Covid-19 & Dengue

Die Gesundheitseinrichtungen von SÃO PAULO haben seit vielen Monaten mit der COVID-19-Krise zu kämpfen. In den nächsten Wochen kommen nun noch die Auswirkungen von durch Mücken übertragene Krankheiten hinzu:
Dengue-Fieber und Chikungunya

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 Gelbfieber

Das Gelbfiebervirus, ein Arbovirus aus der Familie der Flaviviren, ist in einigen Gebieten Afrikas sowie Zentral- und Südamerikas endemisch.

Verbreitet ist das Virus in Afrika ungefähr vom 15. nördlichen bis zum 10. südlichen Breitengrad, in Lateinamerika vom 20. nördlichen bis zum 30. südlichen Breitengrad; die Karibik und Asien sind gelbfieberfrei.

Stechmückenweibchen übertragen das Virus beim Stich von Affe zu Mensch (sog. Dschungelgelbfieber) oder von Mensch zu Mensch (sog. Stadtgelbfieber). Die Moskitos stechen meist während der Tagesstunden. Die Übertragung erfolgt in Höhen bis zu 2.500 Metern. Das Gelbfiebervirus befällt Menschen und Affen. In Dschungel- und Waldgebieten stellen Affen das Hauptreservoir der Infektion dar, wobei das Virus durch Moskitostiche von Affe zu Affe übertragen wird. Die infizierten Moskitos können auch Menschen stechen, die sich in den Waldgebieten aufhalten, was zu sporadischen Fällen oder kleineren Ausbrüchen führt. In urbanen Regionen sind Affen an der Übertragung nicht beteiligt, die Infektion wird durch Moskitostiche von Mensch zu Mensch übertragen. Das Einschleppen einer Infektion in den urbanen Raum kann zu großen Gelbfieberepidemien führen. In den feuchten Savannenregionen Afrikas kommen beide Übertragungswege vor. Moskitos infizieren hier sowohl Affen wie Menschen, was zu lokalen Ausbrüchen führen kann.

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Schutz vor Gelbfieber

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>> Quelle: band.uol.com.br, 29.04.2021 und saude.rs.gov.br, 28.04.2021

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