Welt: WHO - World Malaria Report 2021

Meldung vom: 07.12.2021

Mehr Malaria-Todesfälle durch Covid-19 Pandemie

.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte diese Woche den Welt Malaria Report 2021. In diesem Bericht werden die Fortschritte bei der Bekämpfung der durch Mücken übertragenen Krankheit Malaria detailliert analysiert.

Die neuen Daten der WHO machen deutlich, dass die COVID-19-Pandemie die Bekämpfung der Malaria negativ beeinflusst hat. Im Ergebnis führte dies zu einem deutlichen Anstieg von Fällen und Todesfällen durch Malaria.

So gab es laut WHO im Jahr 2020 weltweit schätzungsweise 241 Millionen Malariafälle und 627 000 Malariatote. Dies entspricht etwa 14 Millionen mehr Fällen und 69.000 zusätzliche Todesfällen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr 2019. Etwa zwei Drittel dieser zusätzlichen Todesfälle (47.000) stehen im Zusammenhang mit Störungen bei der Malariaprävention, -diagnose und -behandlung während der Corona-Pandemie.
.

95 % der weltweiten Malariafälle in Afrika

.
Die Subsahara-Region in Afrika trägt nach wie vor die weltweit schwerste Malarialast:

Hier wurden im Jahr 2020 etwa 95 % aller Malariafälle und 96 % aller Todesfälle beobachtet. Etwa 80 % der Todesfälle in der Region entfallen auf Kinder unter 5 Jahren.

Die Corona-Pandemie schlug zu einem Zeitpunkt zu, als der weltweite Fortschritt im Kampf gegen Malaria bereits ein Plateau erreicht hatte:

Seit dem Jahr 2017 gab es Anzeichen dafür, dass die guten Fortschritte – einschließlich einer 27% Verringerung der weltweiten Malaria-Inzidenz und einer fast 51% Verringerung der Malaria-Sterblichkeitsrate – ins Stocken geraten sind.

Seit dem Jahr 2015 verzeichneten 24 Länder einen Anstieg der Malaria-Todesfälle. In den 11 Ländern, die weltweit die höchste Malarialast tragen, stiegen die Fälle von 150 Millionen im Jahr 2015 auf 163 Millionen im Jahr 2020. Die Zahl der Malariatoten stieg dort im selben Zeitraum von 390.000 auf 444.600.

Unter den elf Ländern mit der höchsten Malariabelastung der Welt verzeichnete nur Indien Fortschritte im Kampf gegen Malaria. Die zehn anderen Länder, alle in Afrika, meldeten einen Anstieg der Fälle und Todesfälle. Darunter befinden sich die folgenden Länder:

  • Nigeria
  • Demokratische Republik Kongo
  • Vereinigte Republik Tansania
  • Mosambik
  • Niger
  • Burkina Faso
    .

Von der WHO als "malariafrei" zertifizierte Länder

.
Zwischen 2000 und 2020 verzeichneten 23 Länder in drei aufeinander folgenden Jahren null (einheimische) Malaria-Fälle:

Zwölf dieser Länder wurden von der WHO als malariafrei zertifiziert (davon 2 Zertifizierungen im Jahr 2021):

  • Vereinigte Arabische Emirate (2007)
  • Marokko (2010)
  • Turkmenistan (2010)
  • Armenien (2011)
  • Kirgisistan (2016)
  • Sri Lanka (2016)
  • Usbekistan (2018)
  • Paraguay (2018)
  • Argentinien (2019)
  • Algerien (2019)
  • China (2021)
  • El Salvador (2021)

Aserbaidschan und Tadschikistan haben bei der WHO aktuell eine Zertifizierung für Malariafreiheit beantragt. Im April 2021 startete die WHO die Initiative E-2025, um 25 Länder zu unterstützen, die das Potenzial haben, die Malariaübertragung bis 2025 zu stoppen.

.

Impfstoff gegen Malaria

.
Ein wichtiges neues Präventionsinstrument ist RTS,S/AS01 (RTS,S), der erste Impfstoff, der jemals von der WHO gegen einen menschlichen Parasiten empfohlen wurde. Im Oktober 2021 empfahl die WHO RTS,S für Kinder, die in Afrika südlich der Sahara und in anderen Regionen mit mäßiger bis hoher P. falciparum-Malaria-Übertragung leben.

.

Welt Malaria Report 2021

Download  WHO - World Malaria Report 2021 (12.2 MB)
.

>> Quelle: who.int, World Malaria Bericht 2021, 06. Dezember 2021

>> weitere Informationen zum Malaria

Reisemedizinische Beratung

Für Ihre reisemedizinische Beratung steht Ihnen online ein Fragebogen zur schriftlichen Reiseberatung zur Verfügung - gerne beraten wir Sie auch telefonisch:

aerztin Schriftliche Reiseberatung

Füllen Sie online einen Fragebogen zu Ihrer Reise und gesundheitlichen Situation aus. Innerhalb der nächsten drei Arbeitstage erhalten Sie von einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt/in eine umfassende schriftliche Beratung zu empfohlenen Impfungen und Vorkehrungen für Ihr Reiseland sowie zur Malaria-, Gelb- und Denguefiebersituation vor Ort.

 Schriftliche Reiseberatung anfordern   

Kosten nach der Gebührenordnung für Ärzte (Ziffer 3 GOÄ 2,3-fach): ab 20,00 € (per Rechnung)

telefon Telefonische Reiseberatung

Vereinbaren Sie online einen Termin für eine ärztliche Beratung zur Beantwortung Ihrer reisemedizinischen Fragen sowie für aktuelle Impfempfehlungen für Ihr Reiseziel. Ein reisemedizinisch erfahrener Arzt/in ruft Sie unter der von Ihnen genannten Telefonnummer zu dem vereinbarten Termin zurück und berät Sie ausführlich.

 Telefonische Reiseberatung vereinbaren   

Kosten nach der Gebührenordnung für Ärzte (Ziffer 3 GOÄ 3,26-fach): ab 28,50 € (per Rechnung)

.