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Argentinien und Bolivien: Chikungunya

Meldung vom: 10.03.2026

Chikungunya-Fälle

Bolivien

Seit Ende 2025 wird in der Region Amerika ein Anstieg der Chikungunya-Fieber-Übertragungen zu beobachtet:
In Bolivien wurde ein anhaltender Anstieg der Fälle verzeichnet, mit Ausbrüchen in den Grenzregionen Yacuiba und Bermejo (Departamento Tarija). In dieser Region kommt es häufig zu Transits mit Nordargentinien.
Die Zahl der Chikungunya-Fälle im Land ist auf 5.371 Fälle gestiegen. Die meisten Fälle konzentrieren sich auf die Region Santa Cruz. Hier wurden bis zum 7. März 4.371 Fälle registriert.

Argentinien

Auch in Argentinien wurden in der laufenden Saison bereits 2.217 Chikungunya-Verdachtsfälle gemeldet. Bislang wurden 47 Fälle bestätigt oder als wahrscheinliche Fälle registriert. Diejenigen, die in der Autonomen Stadt Buenos Aires und den Provinzen Buenos Aires, Córdoba, Chaco und Entre Ríos gemeldet wurden, hatten eine Reiseanamnese nach Bolivien, Brasilien, Paraguay und Kuba und werden daher als importierte Fälle klassifiziert. In der Region Salta wurden Fälle ohne Reiseanamnese identifiziert. 

Fälle in Salta

Bis zur KW 8 wurden 36 Chikungunya-Fieber-Fälle gemeldet, davon 29 bestätigte und sieben wahrscheinliche Fälle.
Die Fälle verteilen sich auf verschiedene Departements der Provinz. Im Vergleich zur Gesamtzahl der in der Vorwoche gemeldeten Fälle wurde ein Anstieg von 177 % bei den bestätigten und wahrscheinlichen Fällen beobachtet. Dieser Anstieg deutet aufgrund seiner rasanten Zunahme auf einen anhaltenden Ausbruch hin.

Fälle wurden in folgenden Regionen beobachtet:

- General José de San Martín (23 Fälle): Profesor Salvador Mazza (21) und Tartagal (2)

- Orán (9 Fälle): Aguas Blancas (7) und San Ramón de la Nueva Orán (2)

- Anta (1 Fall): Centro 25 de Junio ​​(1)

- Rosario de la Frontera (1 Fall): Rosario de la Frontera (1)

- Rosario de Lerma (1 Fall): Campo Quijano (1 Fall)

- Hauptstadt (1 Fall): Stadt Salta (1 Fall) bei einem Reisenden mit Wohnsitz in der Provinz Buenos Aires

Das Durchschnittsalter betrug 32 Jahre. Die Altersgruppe mit dem höchsten Anteil an Fällen war die der 44- bis 65-Jährigen, gefolgt von den Altersgruppen der 35- bis 44-Jährigen und der 10- bis 14-Jährigen. 61 % der Fälle betrafen Männer. Bislang wurden keine schweren Krankheitsverläufe oder Todesfälle gemeldet. Zwei Personen mussten kurzzeitig stationär behandelt werden, konnten aber nach einem günstigen Krankheitsverlauf ohne Komplikationen entlassen werden.

Chikungunya

Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen wird. Der Erreger der Erkrankung sind Chikungunya-Viren. Chikungunya steht für „der gekrümmt Gehende“. Dies entspricht dem charakteristischen Symptom der Erkrankung (Gliederschmerzen). Wenige Tage nach der Infektion entwickeln die Betroffenen in der Regel rasch ansteigendes und hohes Fieber mit schweren Gelenkschmerzen mit hoher Berührungsempfindlichkeit, so dass sie sich kaum noch aufrecht halten können. Die Gelenkbeschwerden treten dabei meist in beiden Körperhälften auf. Das Fieber dauert in der Regel nur wenige (im Mittel drei) Tage an.

Andere häufige Symptome sind: Muskel- bzw. Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Hautausschlag - mäßig juckend, punktförmige Hautblutungen, leichtere Formen von Schleimhautblutungen, z. B. aus der Nase oder am Zahnfleisch, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Augenentzündungen und Magen-Darm-Beschwerden.

Normalerweise klingt die Erkrankung nach etwa ein bis zwei Wochen von selbst wieder ab und es bleiben keine Schäden zurück. Nach überstandener Krankheit kommt es zu lebenslanger Immunität. Auch asymptomatische Verläufe, bei denen die Infizierten keinerlei Beschwerden bemerken, sind möglich.

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.Chikungunya

 

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>> Quelle: outbreaknewstoday, 10.03.2026

>> weitere Informationen zu Seychellen

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