Uganda: Ausbruch Marburg-Virus (Update)

Meldung vom: 15.11.2017

Am 17. Oktober 2017 informierte das ugandische Gesundheitsministerium (MoH) die WHO über einen bestätigten Ausbruch der Marburg-Viruskrankheit im Distrikt "Kween" im Osten Ugandas.

Das MoH erklärte den Ausbruch offiziell am 19. Oktober 2017. Bis zum 14. November wurden drei Fälle gemeldet, darunter zwei bestätigte Fälle und ein Verdachts-Fall. Alle drei Fälle sind verstorben, was einer Sterblichkeit von 100% entspricht. Die Personen waren epidemiologisch miteinander verbunden und gehörten alle zur selben Familie.

Chronologisch war der erste Fall (vermutlich) ein 35-jähriger Hirte, der häufig in der Nähe von Kaptum jagte. Dieses Gebiet ist bekannt für seine fledermausverseuchten Höhlen. Er wurde am 20. September mit Marburg-Virus ähnlichen Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert und starb fünf Tage später. Der erste bestätigte Fall war die Schwester. Der zweite bestätigte Fall war der Bruder der ersten beiden Fälle, der am 26. Oktober 2017 starb und am selben Tag eine sichere und würdige Beerdigung erhielt.

Vor seinem Tod reiste der zweite bestätigte Fall nach Kenia, wo er seine Verwandten in West Pokot County sowie eine traditionelle Heilerin in Trans Nzoia County besuchte. Am 29. Oktober 2017 informierte das ugandische Gesundheitsministerium die WHO und das kenianische Gesundheitsministerium über diese risikoreichen Kontakte. Die traditionelle Heilerin erwies sich bei wiederholten Blutprobenanalysen, die am kenianischen medizinischen Forschungsinstitut (KEMRI) in Nairobi durchgeführt wurden, als negativ bzgl. einer Marburg-Viruserkrankung. Sie und ihre Familie wurden 21 Tage lang überwacht. Die beiden Verwandten aus West Pokot sowie andere Kontakte in der gleichen Gegend wurden im Rahmen eines 21-tägigen Follow-ups beobachtet.

Die verstärkten Überwachungsaktivitäten werden bis zum 7. Dezember 2017 fortgesetzt.

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>> Quelle: WHO Disease Outbreak News, 15.11.2017

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