Studie: Hantavirus bis zu 6 Jahre im Körper nachweisbar
Meldung vom: 18.05.2026

Hantavirus-Studie
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Laut einer durch Experten geprüften (peer-reviewed) Studie aus der Schweiz ist das genetische Material des Andes-Hantavirus auch fast sechs Jahre nach einer Infektion noch immer in menschlichem Sperma nachweisbar ( MDPI):
Wissenschaftler des Schweizer Labors Spiez untersuchten einen 55-jährigen Mann, der sich in Südamerika mit dem Hantavirus infiziert hatte. Laut der bereits 2023 veröffentlichten Studie war das Virus im Zuge seiner Genesung nicht mehr im Blut, Urin und Atemwegen des Patienten nachweisbar, dennoch fanden die Forscher 71 Monate (fünf Jahre und 11 Monate) nach der Infektion noch nachweisbares virales Erbgut in seinem Sperma.
Der Fund von genetischem Material bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es sich hier auch um ein lebendes Virus handelt. Dennoch wirft diese Entdeckung neue Fragen auf:
- Können genesene Patienten das Virus auf sexuellem Wege weitergeben?
- Ist eine Übertragung auch Jahre nachdem sie äußerlich bereits vollständig geheilt erscheinen möglich?
Das Phänomen das Hoden immunprivilegiert sind wurde bereits bei Ebola und Zika beobachtet. Dies bedeutet, dass sich manche Viren dort verbergen und so vor den Abwehrmechanismen des Körpers geschützt bleiben können. Bislang gibt es noch keine bestätigten Fälle einer sexuellen Übertragung des Hantavirus. Angesichts der einzigartigen Fähigkeit des Andes-Stammes, von Mensch zu Mensch übertragen zu werden, schließen Experten diese Möglichkeit jedoch nicht aus.
Hantavirus
Bei einer Infektion des Menschen kann das Andes-Orthohantavirus (ANDV) eine schwere Erkrankung hervorrufen, die als Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom (HCPS) bezeichnet wird. Nach dem Auftreten unspezifischer Symptome kann die Infektion in ein Syndrom des hämorrhagischen Fiebers übergehen, das mit einem hyperakuten kardiopulmonalen Versagen einhergeht. Die Letalitätsrate liegt zwischen 25 und 40 %.

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Hinweis für Reisende
Das Hantavirus ist eine schwere akute Viruserkrankung, die durch Speichel, Kot und Urin von Feldmäusen (hauptsächlich Langschwanzmäusen - Muridae) übertragen wird.
.>> Quelle: MDPI, 2023
>> weitere Informationen zu Hanta-Virus
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