Asien: Länder mit dem höchsten Dengue-Risiko

Meldung vom: 28.01.2021

Dengue-Risiko in Südostasien

In den Jahren 2019 und 2020 waren mehrere Länder in Asien von einer Dengue-Fieber-Epidemie betroffen: Darunter die Philippinen, Malaysia, Vietnam, Bangladesch, Thailand, Pakistan und Laos.

Laut WHO treten jedes Jahr schätzungsweise 390 Millionen Dengue-Infektionen auf. Die Gesundheitsbehörde der USA (CDC) gibt an, dass rund 40 Prozent der Weltbevölkerung in Gebieten leben, in denen ein Dengue-Risiko besteht.

Bis Dezember 2020 wurden in Kambodscha insgesamt 10.464 Dengue-Fälle mit 15 Todesfällen gemeldet.

In Malaysia wurden allein in der 48. Woche des Jahres 2020 insgesamt 824 Dengue-Fälle gemeldet. Die kumulierte Anzahl der gemeldeten Dengue-Fälle bis Ende November erhöht sich damit auf 86.406 Fälle. Trotz der hohen Anzahl an Dengue-Fällen ist dies dennoch ein Rückgang der Infektionen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2019 mit fast 120.000 Dengue-Fällen. Andere Länder wie Singapur, Laos und Vietnam meldeten 2020 ebenfalls eine hohe Anzahl an Dengue-Infektionen.

Ein Verbraucherinformationsportal aus Singapur "ValueChampion" führte eine Dengue-Studie in 12 Ländern Südostasiens durch. Dabei wurde festgestellt, dass die Philippinen die am stärksten von Dengue gefährdete Nation in der Region sind. Im Jahr 2019 erklärte das philippinische Gesundheitsministerium eine nationale Dengue-Epidemie, nachdem zwischen Januar und August 2019 über 271.000 Dengue-Fälle gemeldet wurden. Bis November 2019 waren mehr als 400.000 Menschen mit dem Virus infiziert, wobei über 1.000 Todesfälle registriert wurden. Laut Daten der WHO meldeten die Philippinen zwischen dem 1. Januar bis 14. November 2020 insgesamt 76.432 Dengue-Fälle und 299 Todesfälle. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein deutlicher Rückggang.

Indonesien ist nach den Philippinen das zweite Land, deas am stärksten von der Krankheit bedroht ist. Laut IAMAT wurden im Jahr 2019 dort mindestens 110.000 Dengue-Fälle registriert, von denen hauptsächlich Java, Bali und Sumatra betroffen waren. Auch im Jahr 2020 hatte das Land mit Dengue-Fieber zu kämpfen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 meldete Indonesien etwa 68.000 Fälle des von Mücken übertragenen Virusinfektion mit mindestens 349 tödlichen Fällen.


Laut der Studie liegt Laos an fünfter Stelle unter den Dengue-gefährdeten Ländern und an dritter Stelle unter den ASEAN-Mitgliedstaaten. Die IAMAT berichtet, dass die Dengue-Epidemie in Laos in den wärmeren und feuchteren Monaten, typischerweise von Mai bis Oktober, jedes Jahr ihren Höhepunkt erreicht.

Andere ASEAN-Mitgliedstaaten wie Kambodscha, Malaysia, Vietnam und Singapur standen ebenfalls auf der Top-10-Liste der Länder, die am stärksten von der Krankheit bedroht sind.

Länder mit dem höchsten Dengue Risiko nach der "ValueChampion"-Dengue-Studie:

1. Philippinen

2. Malediven

3. Indonesien

4. Sir Lanka

5. Laos

6. Indien

7. Kambodscha

8. Malaysia

9. Vietnam

10. Singapur

11. Thailand

12. Australien

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 Dengue Fieber

Dengue-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die von Moskitos übertragen wird und durch einen der vier Dengue-Viren verursacht wird. 

Menschen bekommen das Dengue-Virus vom Stich einer infizierten Aedes-Mücke. Es ist nicht von Mensch zu Mensch ansteckend. Die Krankheit wurde früher als "Knochenbruchfieber" bezeichnet, da sie manchmal schwere Gelenk- und Muskelschmerzen verursacht.

Es gibt drei Arten von Dengue-Fieber: Das typische (unkomplizierte) Dengue-Fieber, Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHS) und Dengue-Schock-Syndrom (DSS).
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.Dengue Übertragung

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>> Quelle: valuechampion.sg, 23.01.2021

 >> weitere Informationen zu Dengue Fieber

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