Kenia: Zweiter Ebola-Todesfall
Meldung vom: 27.10.2026
Zweiter Ebola-Todesfall in Kenia
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In Kenia wurde ein zweiter Todesfall durch eine Ebola-Erkrankung (verursacht durch das Bundibugyo-Virus) gemeldet (Stand: 23. Oktober 2026). Bei dem zweiten tödlichen Ebola-Fall in Kenia handelte es sich um eine Person, die in direktem, engem Kontakt mit dem ersten Fall stand.
Alle neun bestätigten Ebola-Fälle (Bundibugyo-Virus) in Kenia stehen mit dem Indexfall (einem aus der Demokratischen Republik Kongo eingeschleppten Fall) in Verbindung.
Bis zum 22. Oktober waren alle Kontaktpersonen – sowohl in Kenia als auch im Ausland – ermittelt und in Quarantäne versetzt worden. Neun Kontaktpersonen wurden bereits am Montag entlassen – weitere 98 Personen befinden sich weiterhin in Quarantäne. Es gibt bislang keine Hinweise auf eine Ausbreitung innerhalb der Bevölkerung.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einem der tödlichsten Ebola-Ausbrüche in Afrika, da es sich um den am schnellsten ausbreitenden Ebola-Ausbruch seit Beginn der Aufzeichnungen handelt. Das Virus breite sich schneller aus, als die Gesundheitsbehörden neue Fälle erkennen und die weitere Ausbreitung eindämmen könnten.

Mitte Mai meldeten die Behörden den aktuellen Ebola-Ausbruch erstmals im Osten der Demokratischen Republik Kongo mit aktuell 10.060 Infizierten und über 4.887 Todesopfern durch Ebola. Kenia ist mittlerweile das vierte Land, in dem im Zusammenhang mit diesem Ausbruch ein Fall registriert wurde. In Uganda wurden 20 Fälle und in Frankreich ein Fall gemeldet. Auslöser ist das seltene Bundibugyo-Ebolavirus. Ein zugelassener Impfstoff oder eine zugelassene spezifische Behandlung stehen aktuell noch nicht zur Verfügung.
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Das Virus stammt aus den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas und Südostasiens (Subtyp Reston) und führte 1976 erstmals zu einer Epidemie (in Zaire und nahezu gleichzeitig im Sudan). Es wurde nach dem kongolesischen Fluss "Ebola" benannt, in dessen Nähe es zum ersten Ausbruch kam.
Vorkommen
Sudan, Gabun, Dem.Rep.Kongo (Norden), Uganda; ein affenpathogener Subtyp existiert auf den Phillippinen.
Verlauf
Nach wenigen Tagen treten Symptome ähnlich wie bei einer beginnenden Grippe auf. Dann folgen hämorrhagisches Fieber und Übelkeit mit Erbrechen, Durchfall und Haut- und Schleimhautblutungen. Die Infektion breitet sich auf den ganzen Organismus aus und zerstört die kapillaren Blutgefäße.
Insbesondere führen in 90% der Fälle Blutungen im Magen-Darm-Kanal, der Milz und in der Lunge nach 2 - 4 Wochen zum Tod.
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>> Quelle: BBC, 25.10.2026; global.chinadaily.com.cn, 27.10.2026
>> weitere Informationen zur Ebola Fieber
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