Ebola-Fieber
Englische Bezeichnung
Ebola fever
Definition
Das Ebola-Virus gehört zur Familie der Filoviren. Es gibt fünf Subtypen, die beim Menschen klinische Erkrankungen verursachen können: Zaire, Sudan, Bundibugyo, Taï Forest und Reston. Die Subtypen unterscheiden sich in ihrer geografischen Verbreitung und Virulenz.Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten (z. B. Blut, Speichel, Urin, Fäkalien) infizierter Personen sowie durch kontaminierte Gegenstände. Eine Übertragung durch Aerosole ist nicht nachgewiesen.
Das Virus stammt aus den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas und Südostasiens (Subtyp Reston) und führte 1976 erstmals zu einer Epidemie (in Zaire und nahezu gleichzeitig im Sudan). Es wurde nach dem kongolesischen Fluss "Ebola" benannt, in dessen Nähe es zum ersten Ausbruch kam.
Vorkommen & Risiko
Ebola-Virus-Erkrankungen treten vor allem in Äquatorialafrika auf (Sudan, Gabun, Dem.Rep.Kongo (Norden), Uganda). Seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1976 wurden mehr als 25 Ausbrüche dokumentiert.
Der größte Ausbruch ereignete sich zwischen 2013 und 2016 in Westafrika mit über 28.000 Fällen und mehr als 11.000 Todesfällen. Im Jahr 2025 wurde ein Ausbruch mit dem Sudan-Ebolavirus in Uganda gemeldet.
Ein affenpathogener Subtyp existiert auf den Phillippinen.
Das Risiko für Reisende ist gering, es sei denn, sie arbeiten in betroffenen Gebieten im Gesundheitswesen oder in Laboren. Besonders gefährdet sind medizinisches Personal und Personen, die an traditionellen Bestattungsritualen teilnehmen
Verlauf
Nach wenigen Tagen treten Symptome ähnlich wie bei einer beginnenden Grippe auf. Dann folgen hämorrhagisches Fieber und Übelkeit mit Erbrechen, Durchfall und Haut- und Schleimhautblutungen. Die Infektion breitet sich auf den ganzen Organismus aus und zerstört die kapillaren Blutgefäße.
Insbesondere führen in 40% bis 90% (je nach Subtyp und Versorgungssituation) der Fälle Blutungen im Magen-Darm-Kanal, der Milz und in der Lunge nach 2 - 4 Wochen zum Tod.
Inkubation
bis zu 21 TageDiagnostik
Die Diagnose erfolgt durch RT-PCR zum Nachweis viraler RNA sowie serologische Tests (IgM- und IgG-Antikörper). Weitere diagnostische Methoden umfassen Antigentests und Virusisolation in spezialisierten Laboren
Therapie
Bisher keine Behandlungsmöglichkeiten, Therapie symptomatisch: Die Behandlung umfasst intensivmedizinische Maßnahmen wie Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich sowie die Gabe von Sauerstoff bei Bedarf. Monoklonale Antikörper (z. B. REGN-EB3) und antivirale Medikamente wie Remdesivir können die Prognose verbessernVorsorge
In der Europäischen Union sind zwei Impfstoffe für den Einsatz in Ausbruchgebieten zugelassen. In der Reisemedizin spielen diese jedoch keine Rolle. Eine Impfung mit rVSV-ZEBOV ist für den Zaire-Stamm verfügbar und hat eine Wirksamkeit von bis zu 97%. Für andere Subtypen wie das Sudan-Virus gibt es derzeit keine zugelassene Impfung.
Expositionsprophylaxe umfasst strikte Hygienemaßnahmen sowie das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) im Umgang mit Patienten oder Proben.
Wichtigste Differenzialdiagnose
Alle fieberhaften Erkrankungen mit Blutungsneigung (z.B. Lassa, Hanta). Klinisch ist eine Ebola-Infektion in ihrem Erscheinungsbild nicht eindeutig von einer Infektion mit dem Marburg-Virus zu unterscheiden.
Meldepflicht
Ebola-Virus-Erkrankungen sind gemäß §6 IfSG meldepflichtig bei Krankheitsverdacht, Erkrankung oder Tod sowie gemäß §7 IfSG bei direktem oder indirektem Erregernachweis.
.
Video: Schutzmaßnahmen bei Ebola
.
Ihre reisemedizinische Beratung – bequem von zu Hause
Lassen Sie sich bequem von zu Hause von erfahrenen Fachärzten des CRV - Centrum für reisemedizinische Vorsorge* beraten und fordern Sie Ihre reisemedizinische Beratung jetzt einfach online an:
Für Ihre individuelle Beratung steht Ihnen online ein Fragebogen zur schriftlichen Reiseberatung (empfohlene Impfungen und Vorsorgemaßnahmen für Ihr Reiseziel) zur Verfügung. Zur Beantwortung Ihrer reisemedizinischen Fragen können Sie auch einen Telefontermin mit einem Facharzt vereinbaren.
.

...
Oder finden Sie einen stationären Arzt in Ihrer Nähe: Über die Arztsuche der KBV – Kassenärztlichen Bundesvereinigung, können Sie Ärzte in der Nähe eines gewünschten Ortes suchen sowie über den Terminservice der KBV einen Arzttermin vor Ort buchen.
.
.
* CRV – Centrum für reisemedizinische Vorsorge ist eine Firmierung der Praxis Dr. med. Andrea Gontard.
** Sie werden bei Betätigung des Buttons auf die Seite des vom CRV - Centrum für reisemedizinische Vorsorge* betriebenen Internetangebots weitergeleitet.
*** Sie werden bei Betätigung des Buttons auf die Seite des von der KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung betriebenen Internetangebots weitergeleitet.
