Kala-Azar

Englische BezeichnungKala Azar

Leishmaniasis (Kala-Azar)

Definition

Die Infektion wird durch Stiche weiblicher Sandmücken (Phlebotomus) übertragen. Hunde, Nagetiere und andere Säugetiere dienen als Reservoir für die Leishmaniase. Sandmücken nehmen die Einzeller (Protozoen) auf, indem sie infizierte Menschen oder Tiere stechen. Die Ansteckung von Mensch zu Mensch über Kontakt mit infiziertem Blut, Spritzen oder Nadeln ist ebenfalls möglich.

Vorkommen

Die Krankheit kommt in vielen tropischen und subtropischen Gebieten vor, einschließlich Afrikas, Teilen von Zentral- und Südamerika, Asiens sowie Südeuropas und des östlichen Mittelmeerraumes.

Über 90 Prozent der viszeralen Leishmaniasefälle treten in Bangladesh, Brasilien, Indien, Nepal und im Sudan auf.

Verlauf

Die Leishmaniase tritt hauptsächlich in zwei Formen auf:

Die Haut- und Schleimhaut-Leishmaniase (Orientbeule) und die viszerale Leishmaniase (Kala-Azar). Letztere befällt Knochenmark, Leber, Milz, Lymphknoten und andere innere Organe. Unbehandelt endet sie in der Regel tödlich.

Inkubation

Monate - Jahre

Diagnostik

Erregernachweis, Immunserologie

Therapie

Antimonpräparate und antibiotisch

Vorsorge

Keine Impfmöglichkeit;

Vermeidung von Sandmückenstichen, insbesondere nach Sonnenuntergang, durch Einsatz von Repellents und gegen Insekten imprägnierte Moskitonetze. Nachweislich wirksam ist die Anwendung von Moskitonetzen und Repellents. Der Stich hinterlässt einen roten Ring ohne Schwellung, was dem Reisenden einen Hinweis auf die Ursache geben kann.

>> Schutz vor Insektenstichen

WichtigsteDifferenzialdiagnose

Tuberkulose, Malaria, Typhus, Brucellose

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