Asien: Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen wegen Nipah-Virus
Meldung vom: 10.02.2026
Nipah Virus Sicherheitsvorkehrungen
Der Nipah-Virus-Ausbruch (Indien / Bangladesch) hat in Teilen Asiens Besorgnis ausgelöst. Einige Länder in Asien haben daher ihre Kontrollmaßnahmen an Flughäfen verschärft:
- Hongkong
Am Flughafen werden sporadische Gesundheitskontrollen für Reisende aus Indien durchgeführt. - Indonesien
Am Flughafen in Bali werden Gesundheitskontrollen (Temperaturmessungen) durchgeführt. Dies gilt für Reisen aus dem Inland und dem Ausland. - Kambodscha
An den Flughäfen in Kambodscha werden aktuell keine konkreten Maßnahmen durchgeführt. Die Gesundheitsämter mahnen jedoch zur erhöhten Hygiene, sowie zur Meldung beim Auftreten bestimmter Symptome. - Myanmar
Die burmesischen Behörden haben Gesundheitskontrollen am Flughafen in Rangun eingeführt. - Nepal
Auch Nepal führt Kontrollen bei Ankünften am Flughafen Kathmandu und an anderen Grenzübergängen zu Indien durch. Aktuelle betroffen sind Gauriphanta und Khakaruna in Kailali, Khalanga in Darchula, Jhulgahat in Baitadi und Gaddachauki in Kanchanpur. - Pakistan
Es wurden an allen Grenzen mit Indien Gesundheitskontrollen erlassen. Bei Reisenden kann ein schriftlicher Reiseverlauf verlangt werden, der die letzten 21 Tage umfasst. - Singapur
Arbeitsmigranten, die nach ihrem Besuch von Westbengalen / Indien wieder nach Singapur zurückkehren, müssen tägliche Gesundheitskontrollen durch.
Am Flughafen werden bei ausgewählten Flügen aus Risikogebieten konkrete Gesundheitskontrollen durchgeführt. - Thailand
Thailand hat mit der Untersuchung von Passagieren an drei Flughäfen begonnen, die Fluggäste aus Westbengalen / Indien empfangen. Fluggäste aus Risikogebieten müssen vor der Einreise ein Formular ausfüllen und bei verdächtigen Symptomen vor dem Abflug ein „fit-to-fly“-Zertifikat bei einem Arzt einholen. An den beiden Flughäfen in Bangkok sowie in Phuket werden Temperaturmessgeräte eingesetzt. - Vietnam
Am internationalen Flughafen in Ho Chi Minh werden bei Reisenden, die aus Risikogebieten kommen entsprechende Gesundheitskontrollen eingeführt.
Das Virus kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Da es weder Impfstoff noch Medikamente zur Behandlung gibt, ist die Sterblichkeitsrate mit 40 bis 75 Prozent sehr hoch.
In Indien wurde der erste Ausbruch der Nipah-Virus-Krankheit im Jahr 2001 in der Stadt Siliguri gemeldet, gefolgt von einem zweiten Ausbruch im Distrikt Nadia im Jahr 2007 - beide im Bundesstaat Westbengalen. Im Jahr 2018 wurde ein Ausbruch im Bezirk Kozhikode und im Jahr 2019 ein weiterer Ausbruch im Bezirk Kochi gemeldet, beide im Bundesstaat Kerala. Fledermäuse der Art Pteropus spp. waren die wahrscheinliche Ursache des Ausbruchs 2018 im Bundesstaat Kerala. Im Jahr 2021 wurde im Bezirk Kozhikode ein Todesfall aufgrund einer Infektion mit dem Nipah-Virus gemeldet.
Das Nipah-Virus wird durch Flughunde übertragen und befällt hauptsächlich Haus- und Wildtiere. Eine Infektion beim Menschen ist selten, kann aber auftreten, wenn Sie engen Kontakt mit infizierten Tieren, deren Sekreten oder durch den Verzehr von mit dem Virus kontaminierten Lebensmitteln oder Fruchtsäften haben. Das Nipah-Virus kann schwerwiegende Symptome wie Gehirnentzündungen, Atembeschwerden verursachen oder sogar tödlich sein.
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>> Quelle: global-monitoring.com, 02.2026
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