Südliches Afrika: Empfehlungen für Reiserückkehrer

Meldung vom: 21.01.2019

Das National Institute for Communicable Diseases in Südafrika empfiehlt Reisenden, die aus der südafrikanischen Region zurückkehren, sich bei gesundheitlichen Beschwerden einer Reihe von möglichen Infektionskrankheiten bewußt zu sein bzw. den behandelden Arzt auf ihre Reise hinzuweisen:

Zu den Infektionsrisiken gehören Malaria, Cholera, Typhus, afrikanisches Zeckenbissfieber, afrikanische Trypanosomiasis und weitere von Moskitos übertragebare Infektionskrankheiten wie Dengue-Fieber, Chikungunya oder West-Nil-Fieber.

Malaria ist aktuell die wichtigste zu behandelnde Reiseinfektion, da im südlichen Afrika Hochsaison sowohl für Bewohner in Malariaübertragungsgebieten als auch für Reisende ist.

Bei Malaria-Symptomen ist eine schnelle Diagnose und Behandlung dringend erforderlich, um einen schweren Malariaverlauf und Todesfälle zu verhindern. Die meisten Menschen, die in Südafrika an Malaria erkranken, infizieren sich entweder in Malaria-gefährdeten Gegenden oder haben in der Vergangenheit Reisen in benachbarte Länder unternommen wie bspw. Mosambik.

Die Malariarisikogebiete in Südafrika sind

  • Limpopo
  • Mpumalanga
  • Die nördlichen Provinzen KwaZulu-Natal
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 Aktuelle Malaria-Karte Südafrika (Stand: Dezember 2018)

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In Simbabwe werden aktuell Typhus- und Cholera-Ausbrüche beobachtet. Jede Person, die innerhalb von 5 Tagen nach der Rückkehr aus einem cholera-endemischen Gebiet einen plötzlichen, starken wässrigen Durchfall entwickelt, sollte auf Cholera untersucht werden.

Typhus-Symptome (intermittierendes Fieber, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung) sind weniger spezifisch und können der Malaria ähneln. Jede Person, die innerhalb von 2-4 Wochen nach der Rückkehr aus einem Typhus-Endemiegebiet mit entsprechenden Anzeichen erkrankt, sollte auf Typhus getestet werden.

Afrikanisches Zeckenbissfieber ist eine häufige und potenziell gefährliche Infektion, die Menschen beim Besuch des Busches oder in Farmen an vielen Orten in Afrika erleiden können. Klinisch gesehen, errinnert das Zeckenbissfieber oftmals an Malaria (Fieber, Kopfschmerzen), wird in der Regel jedoch an der Bissstelle von einem Schorf "tache noire" sowie schmerzhaften Lymphknoten und manchmal auch einem Hautausschlag begleitet.

Die afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) ist eine ungewöhnliche, aber manchmal auch tödliche Infektion, die durch die von der Tsetsefliege übertragenen Blutparasiten verursacht wird. Die Infektion tritt gelegentlich bei Besuchern von Wildparks im Zambezi-Tal in Simbabwe, im Luangwa-Tal in Sambia und in verschiedenen Wildparks in Malawi und anderen ostafrikanischen Ländern auf. Eine entzündete Hautläsion an der Bissstelle und malariaähnliche Symptome sind typisch.

Auch weitere durch Mücken übertragene Virusinfektionen wie Dengue-Fieber, Chikungunya oder das West-Nil-Fieber zirkulieren im südlichen Afrika regelmäßig und können Malaria ähneln. Jede Person, die Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen oder einen Hautausschlag entwickelt, sollte einen Arzt aufsuchen. Obwohl es keine spezifische Behandlung gibt, ist es in diesen Fällen wichtig, Malaria auszuschließen, die ohne Behandlung auch tödlich verlaufen kann.

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>> Quelle: National Institute for Diseases, 11.01.2019

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